Die Schutzmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest im Landkreis Elbe-Elster sind offiziell aufgehoben. Wie der Landkreis mitteilte, endeten die Maßnahmen am 22. April 2026. Bei einem Vor-Ort-Termin in Gaitzsch-Häuser bei Mühlberg zogen Verwaltung, Fachbehörden, Landwirtschaft und Wirtschaft Bilanz.
Afrikanische Schweinepest Schutzmaßnahmen im Landkreis Elbe-Elster zeigte Wirkung
Nach Angaben des Landkreises ist die Aufhebung ein wichtiger Erfolg für die Region. Obwohl in Elbe-Elster selbst kein Fall der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen wurde, galt die Gefahr durch das Infektionsgeschehen in Brandenburg und angrenzenden Regionen über Jahre als hoch.
Landesweit wurden insgesamt 3.455 ASP-Fälle bei Wildschweinen registriert. Um eine Einschleppung zu verhindern, setzte der Landkreis früh auf ein umfassendes Schutzkonzept.
Zäune, Drohnen und Fallwildsuchen
Ein zentraler Bestandteil waren zwei parallel verlaufende Schutzzäune an der Grenze zu Sachsen. Beide hatten jeweils eine Länge von rund 55 Kilometern. Sie sollten verhindern, dass infizierte Wildschweine in die Region einwandern.
Zusätzlich fanden regelmäßig Fallwildsuchen statt. Alle zwei Wochen waren Teams mit Hunden, Drohnen und freiwilligen Helfern unterwegs. Auch moderne Geoinformationssysteme halfen bei der Einsatzplanung. Eine wichtige Rolle spielte auch die Jägerschaft. Verstärkte Bejagung, Probenentnahmen und Kontrollen sollten helfen, mögliche Infektionen früh zu erkennen. Gleichzeitig mussten Landwirtschaft und Verwaltung immer wieder Lösungen finden, wenn Flächen nur eingeschränkt genutzt werden konnten. Für viele Betriebe bedeutete das zusätzlichen Aufwand.
Belastung für die Region war spürbar
Die Schutzmaßnahmen hatten auch Folgen für die Bevölkerung und die Wirtschaft. Es gab Einschränkungen, viele Abstimmungen und zusätzlichen organisatorischen Aufwand. Vereinzelt kam es außerdem zu Vandalismus an der Schutzinfrastruktur. Mit der Aufhebung der Sperrzone I zum 31. Dezember 2025 und dem vollständigen Rückbau der Zäune ist diese Phase nun beendet. Die Kosten wurden laut Landkreis vollständig vom Land Brandenburg übernommen.
Ganz vorbei ist das Thema aber nicht. Weiterhin gilt eine Allgemeinverfügung vom 2. Februar 2026. Sie sieht unter anderem vor, Fall- und Unfallwild zu beproben und besonders aufmerksam zu bleiben.
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Foto: v. links: Paul Burigk, amtlicher Tierarzt für Tierseuchenbekämpfung, Amtstierärztin und Amtsleiterin Mareike Wohlert, Seval Hidanovic (Herzberger Schrott Recycling), Dezernentin Susann Kirst, Michael Marth (Agrargenossenschaft Mühlberg eG), Seki Hidanovic (HSR) (c) Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft – Hagen Heidrich
























