Eine Baggerschaufel von unten

Altdöberner See: Meilenstein bei der Ufersanierung erreicht

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 11. Juni 2026“.Liveblog ansehen

Am künftigen Altdöberner See ist ein wichtiger Abschnitt der Bergbausanierung abgeschlossen worden. Mit dem symbolischen letzten Rüttelloch bei Altdöbern hat die LMBV einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einem sicheren und dauerhaft nutzbaren See erreicht.

Nach jahrelangen Arbeiten wurden große Teile der Uferbereiche des ehemaligen Tagebaus Greifenhain geotechnisch gesichert. Ziel ist es, die Böschungen dauerhaft zu stabilisieren und den zukünftigen See für kommende Generationen sicher zu machen.

Altdöberner See: Aufwendige Sicherung der Ufer

Für die Arbeiten kam eine spezielle Tiefenverdichtungstechnik zum Einsatz. Dabei wurde das lockere Kippenmaterial mit einer sogenannten Rüttellanze verdichtet. Auf diese Weise entstand Schritt für Schritt eine stabile Uferlinie.

Besonders anspruchsvoll war ein Bereich, in dem sich nach einer Böschungsbewegung im Jahr 2014 ein großer Rutschungskessel gebildet hatte. Hier musste die Technik speziell angepasst werden, um die Sicherung erfolgreich abschließen zu können.

Allein für diese Arbeiten investierte die LMBV rund sieben Millionen Euro.

Dank an Bergbausanierer und Einwohner

Bei einem Vor-Ort-Termin bedankte sich Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter der LMBV, bei den beteiligten Fachfirmen und den Menschen in Altdöbern.

Viele Anwohner hätten die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen über Jahre hinweg direkt vor ihrer Haustür erlebt. Als Zeichen der Anerkennung erhielten Bürgermeister Peter Winzer sowie Vertreter des Sanierungsunternehmens Erinnerungsbilder.

Weitere Millioneninvestitionen folgen

Mit dem Abschluss der Tiefenverdichtung sind die Arbeiten jedoch noch nicht beendet. An der gegenüberliegenden Halbinsel Pritzen laufen weitere Ufersicherungen. Dort werden unter anderem Großgeräte und Wasserbausteine eingesetzt.

Für diesen nächsten Bauabschnitt sind nach Angaben der LMBV weitere 14 Millionen Euro eingeplant.

Altdöberner See wird einer der größten Seen der Lausitz

Der ehemalige Tagebau Greifenhain wurde zwischen 1936 und 1994 betrieben. Heute entsteht dort der Altdöberner See, der künftig zu den größten Bergbaufolgeseen der Lausitz gehören wird.

Der See wird nach seiner vollständigen Flutung rund 1.000 Hektar Wasserfläche umfassen. Mit einer Tiefe von mehr als 60 Metern wird er zudem der zweittiefste Bergbaufolgesee der Lausitz sein.

Besonders erfreulich: Die Wasserqualität entwickelt sich nach Angaben der Fachleute hervorragend. Der pH-Wert liegt bereits im neutralen Bereich.

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Autor: Redaktion

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