Sie reinigen Büros, Schulen, Arztpraxen und Altenheime – doch aus Sicht der Gewerkschaft werden ihre Leistungen oft zu wenig anerkannt. Zum Tag der Gebäudereinigung fordert die IG BAU Südbrandenburg deshalb bessere Löhne und mehr Respekt für die rund 1.170 Reinigungskräfte in Cottbus.
Besonders mit Blick auf die spätere Rente sieht die Gewerkschaft dringenden Handlungsbedarf.
Tag der Gebäudereinigung: Sorge vor Altersarmut
Nach Angaben der IG BAU arbeiten viele Beschäftigte im Gebäudereiniger-Handwerk trotz körperlich anspruchsvoller Arbeit für vergleichsweise niedrige Löhne.
Die Gewerkschaft verweist darauf, dass eine Reinigungskraft rechnerisch mehr als 70 Jahre arbeiten müsste, um auf die Höhe einer durchschnittlichen Altersrente zu kommen.
Reinigungskräfte in Cottbus im Fokus
Nach Zahlen der Arbeitsagentur sind in Cottbus rund 1.170 Menschen in der Gebäudereinigung beschäftigt. Verteilt sind sie auf 27 Betriebe.
Die Beschäftigten sorgen täglich für Sauberkeit in öffentlichen Einrichtungen, Unternehmen und Pflegeeinrichtungen.
IG BAU fordert höhere Löhne
Mit Blick auf die nächste Tarifrunde fordert die Gewerkschaft deutliche Lohnerhöhungen für die Branche.
Zudem appelliert die IG BAU an die Bundestagsabgeordneten der Region, sich bei der geplanten Rentenreform für bessere Absicherung von Beschäftigten im Niedriglohnbereich einzusetzen.
Mehr Anerkennung für oft unsichtbare Arbeit
Der Tag der Gebäudereinigung soll auch auf die Bedeutung der Branche aufmerksam machen. Viele Reinigungskräfte arbeiteten früh morgens oder spät abends und würden im Alltag oft kaum wahrgenommen.
Nach Ansicht der Gewerkschaft sei ihre Arbeit jedoch unverzichtbar für das Funktionieren von Schulen, Büros, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.
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