Die UNESCO bringt eine bundesweite Regionalkonferenz in die Lausitz. Am 15. und 16. April 2026 wird die Region zum Treffpunkt für Politik, Wissenschaft, Kultur und Bildung – und steht damit bundesweit im Fokus des Strukturwandels.
Lausitz im bundesweiten Fokus
Dass die UNESCO ihre Regionalkonferenz in der Lausitz veranstaltet, ist eine besondere Auszeichnung. Denn die Region ist der einzige Veranstaltungsort in Ostdeutschland. Damit wird die Lausitz offiziell als Modellregion für einen innovativen Strukturwandel anerkannt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle UNESCO-Stätten und immaterielles Kulturerbe spielen, wenn sich ganze Regionen neu erfinden müssen.
Die Lausitz zeigt dabei, dass Wandel nicht nur Verlust bedeutet, sondern auch neue Chancen entstehen können – wenn eine Region ihre Geschichte, ihr Wissen und ihre Kultur aktiv nutzt.
Wandel wird in der Lausitz neu gedacht
Die Konferenz steht auch im Zeichen der Kampagne „Krasse Lausitz – krasse Gegend“. Dabei geht es darum, den Strukturwandel neu zu erzählen.
Die Lausitz gilt inzwischen als Beispiel dafür, wie Transformation funktionieren kann: Nicht alles neu erfinden, sondern auf dem aufbauen, was bereits da ist.
Genau hier setzt das Projekt „Erbe der Lausitz“ an. Dabei werden UNESCO-Stätten, Kulturlandschaften und Traditionen nicht nur erhalten, sondern aktiv genutzt, um neue Ideen, Bildung, Tourismus und Zusammenarbeit zu entwickeln.
UNESCO-Projekte zeigen konkrete Beispiele
Während der Regionalkonferenz bekommen die Teilnehmer nicht nur Vorträge, sondern auch Einblicke direkt vor Ort. Geplant sind Workshops, Exkursionen und Projektbesuche in verschiedenen UNESCO-Stätten der Lausitz.
Dabei geht es unter anderem um:
- neue Bildungsangebote für Schulen und Hochschulen
- digitale Projekte zur Vermittlung von Kultur und Geschichte
- neue Veranstaltungen mit überregionaler Bedeutung
- stärkere Zusammenarbeit zwischen Kultur, Tourismus und Wissenschaft
- neue Strategien, um die Lausitz bundesweit bekannter zu machen
Die UNESCO sieht in der Lausitz ein Beispiel dafür, wie Regionen den Strukturwandel aktiv gestalten können.
Erbe der Lausitz als Modell für Deutschland
Besonders im Fokus steht das Verbundprojekt „Erbe der Lausitz“, das seit 2023 umgesetzt wird. Koordiniert wird es vom UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald. Ziel ist es, Kultur, Natur, Bildung und Tourismus miteinander zu verbinden und daraus neue Perspektiven für die Region zu entwickeln.
Die Lausitz steht wie kaum eine andere Region für Veränderung – vor allem durch den Kohleausstieg. Genau deshalb wird hier getestet, wie Strukturwandel funktionieren kann, wenn Kultur und Identität eine zentrale Rolle spielen.
Die Regionalkonferenz soll deshalb nicht nur diskutieren, sondern auch zeigen, was bereits funktioniert – und wie andere Regionen davon lernen können.
Lausitz zeigt, was Strukturwandel kann
Mit der Konferenz positioniert sich die Lausitz erneut als Region im Aufbruch. Vertreter aus ganz Deutschland kommen in die Region, um sich Projekte anzusehen, Kontakte zu knüpfen und neue Ideen mitzunehmen.
Für die Lausitz ist das eine große Chance: Mehr Aufmerksamkeit, mehr Vernetzung und mehr Möglichkeiten für neue Projekte.
Mehr Infos zur Region, zum Strukturwandel und zu spannenden Entwicklungen findet ihr jederzeit auf radiocottbus.de.























