Sorbisches Kulturerbe

Sorbische Kultur in der Warteschleife: Entscheidende Unterschriften fehlen

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 17. März 2026“.Liveblog ansehen

Das wichtige Finanzierungsabkommen für die sorbisch-wendische Kultur und Sprache ist weiterhin nicht unterzeichnet – obwohl das bisherige Abkommen bereits Ende 2025 ausgelaufen ist.

Unklarheit über Gründe beim Finanzierungsabkommen sorbisch-wendische Kultur

Bei einer Sitzung im Brandenburger Landtag machte Tobias Dünow, Beauftragter für Sorben/Wenden, deutlich: Die fehlende Unterzeichnung sorgt für Unsicherheit. Warum das neue Finanzierungsabkommen sorbisch-wendische Kultur bislang nicht finalisiert wurde, ist aktuell nicht bekannt.

Das Abkommen ist entscheidend, denn darüber wird die Stiftung für das sorbische Volk finanziert – eine zentrale Institution für den Erhalt von Sprache, Traditionen und kultureller Identität.

Länder und Bund in gemeinsamer Verantwortung

Das Finanzierungsmodell ist klar geregelt:

  • Bund trägt 50 Prozent
  • Sachsen übernimmt ein Drittel
  • Brandenburg steuert 17 Prozent bei

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und Michael Kretschmer den Bund aufgefordert, sich für eine schnelle Einigung einzusetzen.

Mehr Geld geplant – aber Unterschriften fehlen

Trotz der Verzögerung gibt es positive Signale: Das neue Finanzierungsabkommen sorbisch-wendische Kultur soll höhere Mittel vorsehen, um steigende Kosten auszugleichen.

Brandenburg ist bereits vorangegangen:

  • Erhöhung von 3,9 auf 4,9 Millionen Euro in diesem Jahr
  • Perspektivisch rund 5,5 Millionen Euro jährlich bis 2030

Zwischen 2022 und 2025 standen insgesamt 19 Millionen Euro für Projekte zur Verfügung.

Druck wächst auf schnelle Einigung

Dünow kündigte an, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass alle Beteiligten – insbesondere die Ministerpräsidenten und der Bundesinnenminister – das Abkommen schnell unterzeichnen.

Ohne gültiges Finanzierungsabkommen sorbisch-wendische Kultur fehlt eine verlässliche Grundlage für die Förderung einer einzigartigen Minderheitenkultur in der Lausitz.

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Autor: Redaktion

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