Modellregion Gesundheit Lausitz: Cottbus setzt auf Doctolib und KI in der Klinik

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 5. März 2026“.Liveblog ansehen

Die Modellregion Gesundheit Lausitz nimmt in Cottbus weiter Fahrt auf: Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) geht eine langfristige Partnerschaft mit Doctolib ein. Ziel: Mehr digitale Abläufe, weniger Papierkram – und am Ende mehr Zeit für Patientinnen und Patienten.

Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines digitalen Leitkrankenhauses, das Versorgung, Organisation, Digitalisierung und künstliche Intelligenz zusammenbringt.


Warum die Lausitz beim Thema Versorgung besonders unter Druck steht

Die Modellregion Gesundheit Lausitz soll zeigen, wie medizinische Versorgung auch dann stabil bleibt, wenn Strukturen schwierig sind.

Die Lausitz gilt als Beispiel für viele Regionen: weniger Menschen pro Quadratkilometer, dazu Fachkräftemangel und eine älter werdende Bevölkerung. Gleichzeitig verändert der Strukturwandel die ganze Region – und damit auch die Frage: Wie bleibt Gesundheitsversorgung verlässlich, wenn Wege weit sind und Personal knapp wird?

Genau hier soll die Modellregion Gesundheit Lausitz neue Lösungen entwickeln, die später auch in anderen Regionen funktionieren können.


MUL – CT als digitales Leitkrankenhaus: Cottbus als Testfeld für neue Lösungen

Die MUL – CT wurde mit dem Anspruch gegründet, als Universitätsmedizin nicht nur zu behandeln, sondern neue Wege in der Versorgung zu testen.

Mit mehr als 4.000 Mitarbeitenden, 22 Kliniken und vier Instituten versorgt die MUL – CT nach eigenen Angaben jedes Jahr über 150.000 Patientinnen und Patienten – und ist damit das Herzstück der Modellregion Gesundheit Lausitz.

Wichtig: Hier geht es nicht nur um Technik. Es geht um Abläufe, die im Alltag funktionieren – für Mitarbeitende und für alle, die Hilfe brauchen.


Doctolib bringt Patientenportal, digitale Aufnahme und KI-Telefonassistent

Mit Doctolib kommt ein strategischer Partner dazu, der die digitale Infrastruktur entlang des gesamten Patientenwegs mit aufbauen soll.

Geplant sind unter anderem:

  • ein zentrales Patientenportal für Termine, Vorabinfos und sichere Kommunikation
  • eine digitale Patientenaufnahme mit weniger Medienbrüchen
  • digitale Signaturen für Prozesse, die bisher oft noch auf Papier laufen
  • eine bessere, sichere Vernetzung zwischen Bereichen und Einrichtungen
  • perspektivisch auch für angeschlossene MVZ-Praxen: ein KI-gestützter Telefonassistent, der Anrufe annimmt und Termine einbuchen kann

Für viele Menschen heißt das am Ende vor allem: weniger Warteschleife, weniger Zettel, mehr Klarheit.


Was sich für Euch ändern kann: weniger Chaos, mehr Tempo

Wenn digitale Prozesse funktionieren, dann spüren das vor allem zwei Gruppen sofort: Patientinnen und Patienten – und die Teams in Klinik und Praxis.

Die Idee hinter der Modellregion Gesundheit Lausitz ist deshalb klar: Verwaltung entlasten, Abläufe sortieren, und dadurch wieder mehr Raum schaffen für das, worum es wirklich geht: Behandlung, Pflege, Beratung.


Eine Blaupause für andere Regionen?

Die Lausitz will hier nicht „ein Sonderfall“ sein, sondern ein Vorbild: Ein Ort, an dem neue Versorgungsideen real getestet werden – und später auch woanders helfen können.

Die Modellregion Gesundheit Lausitz setzt dafür auf die Kombination aus Universitätsmedizin, digitalen Werkzeugen und regionalen Netzwerken.

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Autor: Redaktion

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