Heute ist der Cottbuser Ostsee eines der größten Zukunftsprojekte der Lausitz. Wo früher Braunkohle abgebaut wurde, entsteht inzwischen eine neue Wasserlandschaft mitten vor den Toren von Cottbus. Doch hinter dem heutigen See steckt auch eine bewegende Geschichte – und genau die erzählt jetzt die Dokumentation „Lacoma – der Kohle im Weg“.
Das verschwundene Dorf Lacoma
Bevor der Cottbuser Ostsee geflutet wurde, lag in dem Gebiet unter anderem das Dorf Lacoma. In den 90er-Jahren wurde der Ort bundesweit bekannt, weil sich dort Menschen gegen den Braunkohleabbau und die geplante Abbaggerung stellten. 1992 wurde Lacoma sogar besetzt. Aktivisten kämpften damals für den Erhalt des Dorfes und der umliegenden Naturflächen. Trotz jahrelanger Proteste wurde Lacoma schließlich im Jahr 2007 abgerissen.
Warum die Geschichte bis heute wichtig ist
Initiator und Autor der Dokumentation ist René Schuster. Für ihn zeigt die Geschichte von Lacoma bis heute, wie tiefgreifend sich die Lausitz durch den Strukturwandel verändert hat. Die Doku blickt dabei nicht nur auf den damaligen Protest zurück, sondern auch auf die Menschen, die mit Lacoma persönliche Erinnerungen verbinden.
Die Idee für den Film entstand laut den Machern erst bei einem Wiedersehen ehemaliger Aktivisten. Dort wurde deutlich, wie viele Geschichten und Erinnerungen rund um Lacoma bis heute geblieben sind.
Nach voller Premiere jetzt kostenlos online
Die Premiere feierte der Film bereits vor einem Jahr im Glad-House in Cottbus – damals vor ausverkauftem Saal. Seitdem wurde die Doku bei verschiedenen Veranstaltungen in Brandenburg und deutschlandweit gezeigt.
Jetzt hat die Umweltgruppe Cottbus entschieden: Der Film wird kostenlos online zur Verfügung gestellt. Wer sich die Geschichte von Lacoma anschauen möchte, findet die Dokumentation und weitere Informationen unter: www.der-kohle-im-weg.de
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