Der Gondula Award hat den Kinderschutz aus der Lausitz in die Brandenburger Staatskanzlei gebracht. Am 7. Oktober 2026 trafen die Vertreter der fünf nominierten Projekte des Lausitzer Kinderschutzpreises in Potsdam auf Ministerpräsident Dietmar Woidke. 90 Minuten lang ging es um ihre Arbeit, fehlende Unterstützung und die Herausforderungen im Ehrenamt.
Bei dem Treffen gab es außerdem eine finanzielle Unterstützung: 11.255,88 Euro sollen künftig die Öffentlichkeitsarbeit und Infrastruktur des Gondula Award stärken.
Gondula Award in Potsdam: Fünf Projekte sprechen mit Woidke
Für die nominierten Organisationen bot das Treffen die Gelegenheit, ihre Erfahrungen direkt mit dem Ministerpräsidenten zu besprechen.
Die Vereine und Initiativen berichteten über ihre Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien. Dabei ging es sowohl um erfolgreiche Projekte als auch um Schwierigkeiten, mit denen die Engagierten im Alltag konfrontiert sind.
Ein Thema war die Belastung ehrenamtlicher Helfer, die im Kinderschutz teilweise an ihre Grenzen kommen.
Ministerpräsident Dietmar Woidke, der die Schirmherrschaft über den Gondula Award übernommen hat, sprach mit den Vertretern über diese Herausforderungen und die Bedeutung gleicher Chancen für Kinder und Jugendliche.
11.255,88 Euro für mehr Sichtbarkeit des Kinderschutzes
Neben dem Austausch gab es auch eine Förderzusage.
Katrin Krumrey, Kinder- und Jugendbeauftragte des Landes Brandenburg, überreichte einen Scheck über 11.255,88 Euro.
Das Geld ist allerdings nicht für die Preisgelder des Gondula Award bestimmt.
Stattdessen soll es die organisatorischen und technischen Möglichkeiten des Projekts verbessern. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Videoarbeit und Öffentlichkeitsarbeit.
Damit sollen die Aktivitäten der nominierten Vereine und weitere Themen rund um den Kinderschutz in Cottbus und der Lausitz stärker wahrgenommen werden.
Diese fünf Projekte sind für den Gondula Award 2026 nominiert
Die diesjährigen Nominierten engagieren sich in unterschiedlichen Bereichen des Kinderschutzes.
- Berlin-Brandenburger Väterinitiative e.V.: Unterstützung für Familien in Trennungssituationen.
- Challengefeeling gemeinnützige UG: Geschützte Angebote und besondere Erlebnisse für Kinder mit Behinderungen oder schweren Erkrankungen.
- gehalten e.V.: Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die einen nahestehenden Menschen verloren haben.
- Jugendclub Comet in Guben: Ein Jugendangebot aus der Lausitz.
- Justus-Delbrück-Haus von karuna e.V. in Jamlitz: Unterstützung für Jugendliche mit Sucht- und Traumaerfahrungen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.
Beim Treffen in Potsdam waren unter anderem Vertreter der Berlin-Brandenburger Väterinitiative, von Challengefeeling und gehalten e.V. sowie Beteiligte des Gondula Award anwesend.
Abstimmung noch bis zum 1. November möglich
Wer den diesjährigen Kinderschutzpreis erhält, steht noch nicht fest.
Bis Sonntag, 1. November 2026, um 23:59 Uhr kann für bis zu zwei der nominierten Projekte abgestimmt werden.
Die Preisverleihung ist im Rahmen des FilmFestival Cottbus vorgesehen.
Der aktuelle Spendentopf beträgt 19.091,33 Euro. Die Preisgelder werden ausschließlich durch Spenden von Unternehmen, Vereinigungen und Privatpersonen finanziert.
In den vergangenen Jahren wurden auf diesem Weg bereits mehr als 57.000 Euro an engagierte Projekte weitergegeben.
Weitere Informationen zu den Nominierten und zur Abstimmung gibt es unter www.gondula.com.
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