In der Lausitz gehen heute gleich drei große Energieprojekte einen entscheidenden Schritt voran. Beim Festakt „GigaOne“ in Forst werden der Windpark Forst-Briesnig 2 und der Energiepark Bohrau 1 offiziell in Betrieb genommen. Gleichzeitig fällt der symbolische Startschuss für den Bau der GigaBattery Jänschwalde 1000. Die drei Projekte kommen zusammen auf mehr als ein Gigawatt Erzeugungs- und Speicherleistung und gehören zur sogenannten GigawattFactory der LEAG.
Wind- und Solarenergie auf früheren Tagebauflächen
Der Windpark Forst-Briesnig 2 entsteht auf rekultivierten Flächen des früheren Tagebaus Jänschwalde. Insgesamt gehören 17 Windenergieanlagen mit mehr als 100 Megawatt Gesamtleistung zum Projekt.
Direkt in der Region kommt außerdem der erste Bauabschnitt des Energieparks Bohrau hinzu. Die Photovoltaikanlage erreicht eine Leistung von rund 130 Megawattpeak. Damit werden Flächen, auf denen früher Braunkohle gefördert wurde, zunehmend für die Erzeugung von Strom aus Wind und Sonne genutzt.
Baustart für riesigen Batteriespeicher in Jänschwalde
Der dritte Baustein ist die GigaBattery Jänschwalde 1000. Für den Großspeicher wird heute symbolisch der Baustart gegeben.
Geplant sind 1.000 Megawatt Leistung und 4.000 Megawattstunden Speicherkapazität. Nach Angaben der LEAG könnte darin rechnerisch genug elektrische Energie gespeichert werden, um rund 1,6 Millionen Haushalte vier Stunden lang zu versorgen. Der Speicher soll auf einem rund zehn Hektar großen Gelände südöstlich des Kraftwerks Jänschwalde entstehen.
Der Festakt läuft heute am Windpark Forst-Briesnig 2 in Forst. Erwartet wird unter anderem Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. Auch LEAG-Vorstandschef Adi Roesch und Dominique Guillou, Geschäftsführer von LEAG Renewables, sollen an der Veranstaltung teilnehmen.
LEAG baut GigawattFactory in der Lausitz aus
Die drei Projekte gehören zur LEAG GigawattFactory. Das Unternehmen will dabei Wind- und Solarenergie mit großen Batteriespeichern und künftig auch flexiblen Kraftwerken verbinden.
Die Lausitz soll damit auch nach dem schrittweisen Ende der Braunkohleverstromung ein bedeutender Energiestandort bleiben. Die neuen Anlagen entstehen dabei teilweise direkt auf rekultivierten Bergbauflächen.
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