Wie gesund ist eigentlich die Gegend, in der wir leben? In Berlin und Brandenburg bewerten 30 Prozent der Befragten ihr eigenes Wohnumfeld als sehr gesund. Weitere 61 Prozent halten es für eher gesund. Das zeigt eine Forsa-Befragung im Auftrag der BARMER. Besonders gut schneiden Grünflächen und Parks ab – deutlich schlechter wird die Luftqualität bewertet.
Für die gemeinsame Regionalauswertung von Berlin und Brandenburg wurden 232 Interviews berücksichtigt.
Umfrage zum Wohnumfeld: Parks schneiden am besten ab
Besonders zufrieden sind die Befragten mit der Verfügbarkeit von Grünflächen und Parks. 58 Prozent bewerten diesen Bereich als sehr gesund.
Auf den weiteren Plätzen folgen die Nahversorgung mit gesunden Lebensmitteln mit 46 Prozent sowie Bewegungsmöglichkeiten und die häusliche Situation mit jeweils 41 Prozent.
Das Nachbarschaftsklima erreicht 36 Prozent.
Luftqualität bekommt die schlechteste Bewertung
Am anderen Ende der Auswertung steht die Luftqualität. Nur 27 Prozent bewerten sie als sehr gesund.
Beim Bereich Sicherheit und Kriminalität sind es 28 Prozent. Lautstärke beziehungsweise Ruhe im Wohnumfeld erreicht 34 Prozent.
Gleichzeitig bewerten 27 Prozent die Lautstärke als eher oder sehr ungesund. Bei der Luftqualität sind es 24 Prozent und bei Sicherheit und Kriminalität 18 Prozent.
Grünflächen schneiden auch bei den negativen Bewertungen vergleichsweise gut ab: Nur fünf Prozent empfinden deren Verfügbarkeit als eher oder sehr ungesund. Bei den Bewegungsmöglichkeiten sind es sieben Prozent.
Gesunde Lebensmittel spielen ebenfalls eine Rolle
Auch die Möglichkeiten zum Einkauf gesunder Lebensmittel werden vergleichsweise positiv bewertet. 46 Prozent beurteilen die Nahversorgung in diesem Bereich als sehr gesund.
Aus Sicht der BARMER gehören neben erreichbaren Grünflächen auch sichere Wege, Bewegungsangebote, Einkaufsmöglichkeiten und das soziale Umfeld zu den Faktoren, die ein gesundes Leben im Alltag unterstützen können.
Befragung mit 1.791 Menschen
Für die Untersuchung befragte Forsa im Auftrag der BARMER zwischen dem 22. Januar und 12. Februar 2026 bundesweit 1.791 deutschsprachige Menschen ab 18 Jahren telefonisch.
Für Berlin und Brandenburg wurden 232 Interviews in der gemeinsamen Regionalauswertung berücksichtigt.
Die Ergebnisse wurden nach Region, Alter, Geschlecht und Schulbildung gewichtet. Die bundesweite statistische Fehlertoleranz liegt bei maximal plus/minus 3,2 Prozentpunkten.
Eine belastbare getrennte Auswertung für Stadt und Land innerhalb von Berlin und Brandenburg liegt nicht vor.
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