Mehr als 483.000 Euro fließen in den Landkreis Spree-Neiße, um Wasser künftig besser in der Landschaft halten zu können. Der Gewässerverband Spree-Neiße erhält die Förderung für die Erneuerung von Stauanlagen, Rohrleitungen und Dämmen an mehreren Teichen in Neuhausen/Spree und im Amt Döbern-Land.
Der symbolische Förderscheck über genau 483.275 Euro wurde am Mittwoch im Rahmen der Regionalkonferenz Süd zur Umsetzung des Landesniedrigwasserkonzepts in Cottbus übergeben.
Das Geld kommt aus dem Aktionsprogramm „Wasserhaushalt PLUS“ der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg.
483.000 Euro für Spree-Neiße: Marode Anlagen werden erneuert
Die Arbeiten konzentrieren sich auf mehrere Gewässer in der Sergen-Kathlower Teich- und Wiesenlandschaft zwischen Cottbus und Forst.
Dazu gehören der rund 19 Hektar große Johannesteich, der Bügelteich sowie der südliche Bereich des Schlossteichs.
Viele der dortigen Staubauwerke sind altersbedingt in einem schlechten Zustand. Genannt werden unter anderem Risse und Schäden am Beton, korrodierte und verrostete Stahlteile sowie undichte Rohrleitungen.
Teilweise können die Wasserstände deshalb nur noch provisorisch reguliert werden.
Wasser soll länger in der Landschaft bleiben
Mit der Erneuerung soll der Wasserrückhalt verbessert werden. Funktionierende und regulierbare Anlagen ermöglichen es, Niederschläge länger in den Teichen und damit in der Landschaft zu speichern.
Die betroffenen Gewässer gehören zu einer historischen Teichlandschaft, deren Geschichte bis 1845 zurückreicht.
Der Teichkomplex und seine Feuchtwiesen stehen als Naturschutzgebiet und europäisches FFH-Gebiet unter Schutz.
Teichwirtschaft und Lebensräume profitieren
Die Anlagen sind auch für die traditionelle Teichwirtschaft in der Region wichtig.
Nach Angaben des NaturSchutzFonds würden die Teiche ohne funktionsfähige Stauanlagen langfristig verlanden. Damit könnten zugleich Lebensräume für Amphibien, Libellen und Wasservögel verloren gehen.
Die Gewässer sind von der Peitzer Edelfisch GmbH an einen Teichwirt verpachtet.
Fünf Millionen Euro für „Wasserhaushalt PLUS“
Das Aktionsprogramm „Wasserhaushalt PLUS“ läuft seit Anfang 2026. Insgesamt stellt die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg dafür fünf Millionen Euro bereit.
Bislang wurden 16 Projektanträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als drei Millionen Euro eingereicht. 13 Projekte wurden bereits bewilligt.
Gefördert werden unter anderem die Sanierung defekter Stauanlagen, Maßnahmen an Ufern und Bächen, die Entfernung von Verrohrungen sowie Pflanzungen entlang von Gewässern.
Ziel ist es, den Landschaftswasserhaushalt zu stabilisieren und Gewässer naturnäher zu entwickeln.
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