BTU-Absolvent und Existenzgründer Jannis Werner (re.) mit seinem Geschäftspartner Björn Hansen.

BTU-Absolvent gründet KI-Startup Machinespace

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Vom Maschinenbau-Studium in Cottbus direkt in die Selbstständigkeit: Der frühere BTU-Student Jannis Werner hat gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Björn Hansen das Startup Machinespace gegründet. Das Unternehmen entwickelt digitale Zwillinge für Maschinenhersteller und wird inzwischen über das EXIST-Gründungsstipendium des Bundes gefördert.

Werner hatte sein Maschinenbau-Studium an der BTU Cottbus-Senftenberg im März 2026 abgeschlossen. Nur wenige Monate später arbeitet er mit Machinespace bereits an ersten Projekten mit Unternehmen aus der Lausitz, Berlin und Sachsen.

Machinespace verbindet Maschinenbau und Künstliche Intelligenz

Die Idee hinter Machinespace: Technisches Wissen über eine Maschine soll direkt an einem digitalen 3D-Modell gebündelt werden. Dazu kommen KI-gestützte sogenannte Maschinenagenten. Sie sollen Informationen beispielsweise für Vertrieb und Service automatisiert nutzbar machen – unabhängig davon, ob Kunden mit PC, Smartphone oder direkt an einer Maschine darauf zugreifen. Auch Sprachbarrieren sollen damit reduziert werden. Informationen können laut Unternehmen in der jeweiligen Landessprache der Kunden bereitgestellt werden.

Vom BTU-Studium zum eigenen Unternehmen

Jannis Werner stammt aus Forst, ist in Cottbus aufgewachsen und studierte Maschinenbau am Zentralcampus der BTU. Schon während des Studiums beschäftigte er sich mit eigenen Gründungsideen und zunehmend mit der Verbindung von Maschinenbau, Informatik und Künstlicher Intelligenz. Im Mai 2026 gründete er gemeinsam mit Björn Hansen Machinespace. Das Unternehmen arbeitet heute von zwei Standorten aus: Düsseldorf und Cottbus. In Düsseldorf sitzt das Team nah an ersten Pilotkunden aus der Industrie. Gleichzeitig bleibt Werner über einen Stipendiatenvertrag mit der BTU verbunden.

EXIST-Stipendium unterstützt Aufbau

Seit Mai 2026 erhält Werner das EXIST-Gründungsstipendium. Die Förderung sichert für ein Jahr unter anderem seinen Lebensunterhalt und ermöglicht Investitionen in die technische Infrastruktur des Startups. Dazu gehört beispielsweise der Aufbau von Servertechnik in Düsseldorf und Cottbus. Bereits im August konnte Machinespace nach eigenen Angaben einen Maschinenhersteller aus Sachsen als Kunden gewinnen. Weitere Projekte mit Unternehmen aus der Lausitz und Berlin laufen an.

KI-Modelle für einzelne Maschinen

Innerhalb des Teams sind die Aufgaben klar verteilt. Björn Hansen bringt rund zwei Jahrzehnte Erfahrung aus dem Serien- und Sondermaschinenbau mit. Er kümmert sich unter anderem um die grafische Oberfläche sowie um die Aufbereitung komplexer CAD-Daten. Jannis Werner konzentriert sich auf die Entwicklung und Anpassung maschinenspezifischer KI-Modelle. Damit knüpft er direkt an seine Abschlussarbeit an, in der er sich bereits mit generativen und prädiktiven KI-Systemen für den Maschinenbau beschäftigt hatte.

Startup sucht Verstärkung

Machinespace will sein Team weiter ausbauen. Gesucht werden insbesondere Studierende und Absolventen aus MINT-Fächern, etwa aus Künstlicher Intelligenz, Informatik oder Mathematik. Möglich sind Tätigkeiten als Praktikant, Werkstudent oder sogenannter Founding Engineer. Auch Abschlussarbeiten können im Zusammenhang mit dem Startup entstehen. Unterstützt wird das Projekt an der BTU unter anderem vom Lehrstuhl Datenbank- und Informationssysteme sowie vom Gründungsservice der Universität.

Foto: BTU, Sascha Thor

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Autor: Redaktion

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