Bei einer Gewalttat an einer Schule in Oder-Spree sind am Donnerstag zwei Menschen getötet worden. Eine 18-jährige Schülerin und ein weiterer Mensch kamen auf dem Schulcampus in Gosen-Neu Zittau ums Leben. Ein 19-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen. Ministerpräsident Dietmar Woidke reagierte tief betroffen auf die Tat.
Gewalttat an Schule in Oder-Spree: Zwei Menschen getötet
Die Tat ereignete sich am Donnerstag auf dem Schulcampus in Gosen-Neu Zittau. Eine 18 Jahre alte Schülerin wurde mit einem Messer getötet. Bei dem zweiten Todesopfer soll es sich um einen Hausmeister der Schule handeln.
Beide Opfer starben trotz sofortiger medizinischer Versorgung noch am Tatort.
Die ersten Notrufe gingen gegen 13:45 Uhr ein. Ein 19-jähriger Deutscher wurde am Tatort festgenommen.
Die Ermittler gehen derzeit nicht von einer Amoktat, sondern von einer Beziehungstat aus. Die Hintergründe und der genaue Ablauf werden weiter untersucht.
Woidke spricht von Erschütterung für ganz Brandenburg
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zeigte sich tief betroffen.
„Bei einem furchtbaren Angriff sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Diese Tat erschüttert unser gesamtes Land“, erklärte Woidke.
Seine Gedanken und sein Mitgefühl seien bei den Angehörigen, Familien und Freunden der Opfer.
Woidke betonte außerdem, Schulen sollten sichere Orte für junge Menschen sein. Er stellte sich hinter die gesamte Schulgemeinschaft und dankte Rettungskräften, Polizei und Seelsorgern für ihren Einsatz.
Notfallseelsorger betreuen Schüler und Angehörige
Nach der Tat wurden Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Angehörige durch Notfallseelsorger betreut.
Auch am Freitag sollen Schulräte, ein Notfallteam des Schulamtes und schulpsychologische Fachkräfte auf dem Campus im Einsatz sein.
Am Donnerstagabend kamen rund 100 Kinder und Erwachsene zu einem Gedenken zusammen. Blumen, Kerzen und Kuscheltiere wurden für die Opfer niedergelegt.
Ermittlungen dauern an
Die Spurensicherung am Schulcampus lief bis in die Nacht. Auch die Ermittlungen zum Motiv und zum genauen Tatablauf dauern weiter an.
Ministerpräsident Woidke appellierte gleichzeitig an Öffentlichkeit und Medien, die Privatsphäre der betroffenen Familien zu respektieren und der Schulgemeinschaft die notwendige Unterstützung zu geben.
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