Besucherstollen in Großräschen: Millionen für neuen Erlebnisort

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 22. Juli 2026“.Liveblog ansehen

Großräschen bekommt rund 2,66 Millionen Euro für den weiteren Ausbau der IBA-Terrassen am Großräschener See. Mit dem Geld sollen ein neuer Besucherstollen und die Außenanlagen umgesetzt werden.

Das Projekt verbindet die Bergbaugeschichte der Lausitz mit dem Blick nach vorn: Aus dem früheren Umfeld des Tagebaus Meuro entsteht Schritt für Schritt ein Campus für Tourismus, Bildung, Arbeit, Wissenschaft und Kultur.

Besucherstollen in Großräschen zeigt die Kohle-Geschichte

Der geplante Besucherstollen soll unterhalb der Victoriahöhe entstehen. Dort erleben Besucherinnen und Besucher künftig, wie in Großräschen vor rund 125 Jahren Kohle unter Tage abgebaut wurde.

Damit bekommt die Stadt einen neuen Lern- und Erlebnisort. Gerade für Schulklassen, Gäste des Lausitzer Seenlandes und Menschen aus der Region wird die Vergangenheit der Energiegewinnung greifbarer.

Der Besucherstollen soll 2027 öffnen.

IBA-Terrassen wachsen zum Campus

Die IBA-Terrassen gibt es bereits seit rund 20 Jahren. Damals standen sie schon am entstehenden Großräschener See, als dort noch kaum Wasser war. Heute ist der See ein zentraler Teil des Lausitzer Seenlandes – und die Gebäude bekommen neue Aufgaben.

Die ehemaligen Ausstellungs- und Verwaltungsgebäude der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land werden in mehreren Abschnitten umgebaut. Vorgesehen sind unter anderem Gastronomie, ein Coworking-Bereich, Gruppen- und Seminarräume sowie ein großer Konferenzbereich.

Bereits rund 13,6 Millionen Euro sind in die ersten beiden Bauabschnitte geflossen. Das gesamte IBA-Campus-Projekt hat ein Volumen von rund 25 Millionen Euro.

Energiewerkstatt verbindet Vergangenheit und Zukunft

Neben dem Besucherstollen entsteht eine gläserne Energiewerkstatt. Dort soll gezeigt werden, wie der Campus künftig mit erneuerbarer Energie versorgt werden kann.

Dazu gehören unter anderem Photovoltaik, Wärmepumpe und Eisspeicher. So steht direkt neben der Erinnerung an den Kohleabbau auch die Frage, wie Energieversorgung in Zukunft funktionieren kann. Die Energiewerkstatt soll 2028 eröffnet werden.

Neuer Anziehungspunkt für das Lausitzer Seenland

Großräschen hofft langfristig auf bis zu 90.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr auf dem IBA-Campus. Die Förderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Lausitzer Seenland touristisch weiter zusammenwächst.

Seit Ende Juni sind der Großräschener See, der Senftenberger See, der Geierswalder See, der Partwitzer See und der Sedlitzer See durch schiffbare Kanäle miteinander verbunden. Für die Region ist das ein wichtiger Schritt – und der neue Campus soll diesen Wandel noch sichtbarer machen.

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Autor: Redaktion

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