In der Außenstelle der Kreisverwaltung Elbe-Elster in Finsterwalde wurden mehrere Mitarbeiter verletzt. Denn ein 35 Jahre alter Mann soll dort am Donnerstag eine Mitarbeiterin angegriffen und in einem Büro Feuer gelegt haben.
Die Polizei nahm den Tatverdächtigen fest und ermittelt nun gegen ihn wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.
Angriff in Kreisverwaltung Elbe-Elster: Mitarbeiterin bedroht
Der Vorfall ereignete sich in der Außenstelle der Kreisverwaltung in Finsterwalde. Dort ist unter anderem das Amt für Jugend und Soziales untergebracht. Radio Cottbus berichtete.
Nach Angaben von Verwaltung und Polizei soll der Mann die Verwaltungsräume betreten, eine Mitarbeiterin beleidigt und bedroht haben. Anschließend soll er in ihrem Büro ein Feuer gelegt haben. Die Mitarbeiterin konnte sich in Sicherheit bringen.
Mehrere Menschen im Krankenhaus behandelt
Vier Menschen wurden im Krankenhaus behandelt. Teilweise bestand der Verdacht auf Rauchgasvergiftung, teilweise erlitten Betroffene einen Schock. Die Feuerwehr evakuierte das Gebäude. Einsatzkräfte betreuten zusätzlich rund 20 bis 30 Mitarbeiter. Auch die Notfallseelsorge wurde eingeschaltet.
Nach bisherigem Stand hatte die angegriffene Mitarbeiterin das Feuer gemeinsam mit ihren Kollegen gelöscht, nachdem der Verdächtige die Verwaltung verlassen hatte.
Tatverdächtiger festgenommen
Der 35-Jährige wurde außerhalb des Gebäudes von der Polizei festgenommen. Nach bisherigen Angaben war er Kunde der Kreisverwaltung und hatte ein Anliegen, das er mit dem Amt besprechen wollte.
Warum die Situation eskalierte, ist noch unklar. Die Polizei sicherte vor Ort Spuren. Nach Abschluss der Ermittlungen soll der Fall an die Staatsanwaltschaft gehen, die über einen möglichen Haftantrag entscheidet. Das erklärt die Polizei gegenüber dem rbb.
Termine am Standort Finsterwalde fallen aus
Der Dienstbetrieb am Standort Finsterwalde wurde für Donnerstag komplett eingestellt. Bis einschließlich Montag entfallen sämtliche Sprechzeiten und vereinbarten Termine. Betroffen sind das Straßenverkehrsamt, das Amt für Bildung, Jugend, Soziales und Kultur, das Amt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz sowie das Gesundheitsamt.
Wann der Standort wieder für Besucher öffnet, hängt von den weiteren Untersuchungen und der Schadensbewertung ab.
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