In Brandenburg sind im Jagdjahr 2024/2025 insgesamt 2.575 Nutrias erlegt worden. Das teilte der Deutsche Jagdverband mit. Die aus Südamerika stammenden Tiere gelten als invasive Art und können an Gewässern erhebliche Schäden verursachen.
Nutrias bleiben an Brandenburgs Gewässern ein Thema
Die Nutria wird auch Biberratte genannt und lebt bevorzugt an Flüssen, Seen, Teichen und Kanälen.
In Brandenburg wurden in den vergangenen Jahren bereits deutlich mehr Tiere erlegt als zuletzt. Den Höchstwert erreichte die Statistik im Jagdjahr 2020/2021 mit 7.119 Nutrias. Die aktuellen Zahlen zeigen: Die Tiere sind weiterhin in vielen Regionen präsent. Ihr Bestand hängt unter anderem von Lebensraum, Nahrungsangebot und den Wintertemperaturen ab.
Bundesweit wurden im vergangenen Jagdjahr laut Deutschem Jagdverband 131.157 Nutrias erlegt. Damit liegt die Zahl deutlich über den Werten von vor zwei Jahrzehnten. Deutschland ist verpflichtet, die Ausbreitung solcher Arten zu begrenzen. Ziel ist es, Schäden an Natur, Gewässern und Hochwasserschutzanlagen möglichst gering zu halten.
Schäden an Deichen und Ufern möglich
Besonders problematisch können Nutrias dort werden, wo sie ihre Baue in Böschungen, Uferbereiche oder Deiche graben. Dadurch können Flächen instabil werden. An Hochwasserschutzanlagen kann das ein Sicherheitsrisiko darstellen. Auch Schilfgürtel werden durch die Tiere beschädigt oder abgefressen.
Diese Bereiche sind für viele Vogel-, Fisch- und Amphibienarten wichtig. Wenn sie zurückgehen, fehlt heimischen Arten ein Teil ihres Lebensraums.
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