Energie Cottbus-Testspiele: Erst spätes Remis, dann starker 3:1-Sieg

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Der FC Energie Cottbus hat an zwei Tagen zwei unterschiedliche Gesichter gezeigt: Nach dem späten 1:1 gegen die VSG Altglienicke gestern folgte heute ein verdienter 3:1-Erfolg gegen die Amateure von Hertha BSC. Vor allem die zweite Halbzeit gegen Hertha machte Lust auf mehr.

Energie Cottbus-Testspiele bleiben in dieser frühen Phase der Vorbereitung natürlich Momentaufnahmen. Trotzdem gab es klare Signale: Der FCE braucht noch Rhythmus, hat aber schon jetzt Qualität, Tiefe und mehrere Spieler, die sichtbar Druck machen.

Spätes Wardak-Tor rettet das Remis gegen Altglienicke

Im ersten Test gegen die VSG Altglienicke tat sich Energie lange schwer. Die Cottbuser hatten zwar viel Ballbesitz, fanden gegen einen defensiv gut organisierten Gegner aber nur selten den Weg in gefährliche Räume.

Die beste Szene der Anfangsphase gehörte Erik Engelhardt, der mit einem starken Steckpass Christian Kinsombi in Szene setzte. Der Neuzugang scheiterte im Eins-gegen-Eins am Altglienicker Torhüter. Auch Jonas Michelbrink, Dominik Pelivan und Jannis Boziaris suchten immer wieder Lösungen, doch im letzten Drittel fehlte noch die Präzision.

Pollersbeck hält Energie im Spiel

Nach der Pause wechselte Energie fast komplett durch, nur Julian Pollersbeck blieb zwischen den Pfosten. Und genau der rückte immer stärker in den Mittelpunkt. Erst pflückte er mehrere Flanken sicher herunter, dann parierte er mehrfach stark gegen die VSG-Offensive.

Besonders auffällig: eine Doppelparade in der Schlussphase. Pollersbeck war erst im Eins-gegen-Eins zur Stelle und reagierte kurz darauf auch beim Nachschuss glänzend. Damit verhinderte er, dass Altglienicke die Partie früher entschied.

Rückstand weckt den FCE

In der 76. Minute fiel dann doch das 0:1. Ausgerechnet zwei frühere Cottbuser waren entscheidend beteiligt: Nikos Zografakis bediente Lennart Czyborra, dessen Hereingabe landete bei Jonas Nietfeld, der den Ball im Duell mit Ryan Malone über die Linie brachte.

Der Rückstand wirkte wie ein Weckruf. Energie wurde mutiger, direkter und deutlich gefährlicher. Timmy Guttau traf nach einer schnellen Kombination den Pfosten, kurz darauf setzte Ted Tattermusch den Nachschuss über das Tor.

Dann kam der Moment von Yusuf Wardak. Der Neuzugang zog aus rund 22 Metern ab und jagte den Ball in der 82. Minute zum 1:1 unter die Latte. Kurz vor Schluss hatte Energie sogar noch die Chance auf den Sieg, doch ein Kopfball von Ryan Malone wurde stark pariert.

Fotos: Steffen Beyer

Zäher Start gegen Hertha BSC II

Heute ging es für Energie in Peitz gegen Hertha BSC II weiter. Die Anlage von Eintracht Peitz bot dafür einen passenden Rahmen: viel Platz, gutes Wetter, Familienprogramm und Fußballstimmung in der Fischerstadt.

Auf dem Rasen blieb es zunächst aber überschaubar. Energie suchte den Spielaufbau, Hertha presste immer wieder mutig an. Dominik Pelivan hatte mit einem Freistoß früh die erste gute Möglichkeit, doch Herthas Torhüter Ozkanli parierte.

Auch King Manu zeigte in der ersten Hälfte viel Einsatz und gewann mehrere wichtige Zweikämpfe. Insgesamt fehlte dem Cottbuser Spiel aber noch die Durchschlagskraft. Nach 40 Minuten nutzte Hertha die Lücke: Theophilus Akoto stand im Strafraum frei und schob zum 0:1 ein.

Energie Cottbus-Testspiele: Zweite Halbzeit bringt den großen Unterschied

Nach dem Seitenwechsel kam deutlich mehr Zug in das Cottbuser Spiel. Mit Lucas Copado, Erik Engelhardt, Jannis Boziaris, Jonas Michelbrink, Leonardo Bittencourt und weiteren Offensivkräften wurde Energie spürbar gefährlicher.

Schon in der 53. Minute fiel der Ausgleich. Michelbrink hob den Ball stark hinter die Hertha-Abwehr, Boziaris blieb vor dem Tor ruhig und traf zum 1:1. Danach übernahm Energie immer klarer die Kontrolle.

Copado, Boziaris und Engelhardt sorgen für Tempo

Die Cottbuser Offensive wirkte nun deutlich lebendiger. Copado ging mehrfach mutig in den Strafraum, Engelhardt lauerte auf Abschlüsse und Boziaris sorgte immer wieder für überraschende Aktionen. Ein besonders frecher Versuch des Spielmachers landete am Lattenkreuz.

Auch Defensivspieler Ryan Malone hatte seinen Moment, als er am eigenen Fünfmeterraum in höchster Not klärte. Dazu musste Fousseny Doumbia nach einer Szene kurz an der Seitenlinie behandelt werden, konnte aber weitermachen.

Rorig trifft traumhaft, Hannemann macht den Deckel drauf

In der Schlussphase belohnte sich Energie für die Leistungssteigerung. Nach einem Freistoß aus zentraler Position trat Henry Rorig an und zirkelte den Ball in der 82. Minute sehenswert über die Mauer zum 2:1 ins Netz.

Nur fünf Minuten später machte Moritz Hannemann alles klar. Erik Engelhardt legte an der Strafraumkante ab, Hannemann schloss flach ab und traf zum 3:1-Endstand.

Viel Arbeit, aber auch viel Vorfreude

Nach dem 1:1 gegen Altglienicke und dem 3:1 gegen Hertha BSC II bleibt festzuhalten: Energie ist noch nicht am Ziel, aber genau dafür ist Vorbereitung da. Gegen Altglienicke fehlte lange die Genauigkeit, gegen Hertha zeigte vor allem die zweite Hälfte, wie viel Tempo, Spielfreude und Qualität in dieser Mannschaft stecken kann.

Besonders spannend: Die Elf der zweiten Halbzeit gegen Hertha wirkte bereits wie ein möglicher Vorgeschmack auf die künftige Cottbuser Offensive in der 2. Liga. Mit Spielern wie Copado, Engelhardt, Boziaris, Bittencourt, Michelbrink und Hannemann bringt Energie reichlich Kreativität und Torgefahr auf den Platz.

Die Energie Cottbus-Testspiele haben damit zwei Botschaften geliefert: Es gibt noch Baustellen, aber auch richtig viel Potenzial. Und genau das macht diese Vorbereitung so spannend.

Wer wissen will, wie sich der FCE weiter in Richtung 2. Liga einspielt, bleibt dran: Mehr News aus der Lausitz gibt es den ganzen Tag im Tages-Liveticker auf radiocottbus.de

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Autor: Redaktion

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