Der Eichenprozessionsspinner sorgt jetzt auch auf den Wasserwegen im Unterspreewald für massive Einschränkungen. Wegen des starken Befalls hat das Land Brandenburg mehrere Gewässerabschnitte bis auf Weiteres für den Schiffsverkehr gesperrt. Betroffen sind unter anderem beliebte Routen für Kanufahrer und Paddler.
Eichenprozessionsspinner macht Sperrungen notwendig
Nach Angaben des Landes sind die Sperrungen notwendig, um Besucher vor den gesundheitlichen Risiken der Raupen zu schützen. Gleichzeitig können wichtige Arbeiten zur Verkehrssicherung derzeit nicht durchgeführt werden, weil auch die Einsatzkräfte den befallenen Bereich aus Sicherheitsgründen nicht betreten können.
Dadurch besteht zusätzlich die Gefahr, dass Äste oder ganze Bäume auf die Gewässer stürzen.
Diese Gewässer sind betroffen
Bis auf Weiteres gesperrt sind unter anderem:
- Dresslerstrom
- Krügerstrom
- Pfahlspree
- Schiwanstrom
- Teile des Puhlstroms
- Teile der Wasserburger Spree
- Krausnicker Strom
- Schulzkastrom
- „Schnelle Katrin“
Nach Angaben des Landes ist etwa die Hälfte der schiffbaren Wasserflächen im Unterspreewald betroffen. Auf den übrigen Gewässern können Kanutouren weiterhin stattfinden.
Warum der Eichenprozessionsspinner so gefährlich ist
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners besitzen winzige Brennhaare, die beim Menschen starke Hautreizungen, Juckreiz, Augenreizungen oder sogar Atemwegsbeschwerden auslösen können. Besonders tückisch: Die giftigen Haare bleiben auch nach der Verpuppung in den Nestern zurück und können noch über Jahre hinweg durch den Wind verteilt werden.
Der außergewöhnlich starke Befall in diesem Jahr wird unter anderem auf die warmen und trockenen Wetterbedingungen zurückgeführt.
Das solltet Ihr jetzt beachten
Wer im Unterspreewald unterwegs ist, sollte die Sperrungen unbedingt beachten und auf alternative Wasserwege ausweichen. Außerdem gilt:
- Raupen oder Gespinste nicht berühren
- Befallene Bereiche möglichst meiden
- Kinder und Hunde fernhalten
- Nach möglichem Kontakt Kleidung waschen und duschen
- Bei stärkeren Beschwerden einen Arzt aufsuchen
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