Ein Auto rast an einem Blitzer vorbei

64 km/h vor Kita: Cottbus zieht Fazit nach Blitzerwoche

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 07. Juli 2026“.Liveblog ansehen

Bei einer Schwerpunktwoche vor Cottbuser Kitas hat die Verkehrsüberwachung mehr als 14.000 Fahrzeuge kontrolliert. Die große Mehrheit hielt sich an das Tempolimit. Trotzdem gab es auch erhebliche Verstöße.

657 Verstöße bei Kontrollen vor Kitas

Die Stadt Cottbus/Chóśebuz hatte vom 29. Juni bis 3. Juli die Geschwindigkeitsüberwachung vor Kindertagesstätten verstärkt. Rund 70 Stunden waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung im Einsatz. Dabei überprüften sie 14.295 Fahrzeuge.

657 Fahrerinnen und Fahrer waren schneller unterwegs als erlaubt. Das entspricht einer Beanstandungsquote von 4,6 Prozent. Umgekehrt heißt das: Rund 95 Prozent aller Kontrollierten hielten sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit.

Schwerster Verstoß in der Ewald-Haase-Straße

Besonders auffällig war eine Messung in der Ewald-Haase-Straße. Dort gilt vor einer Kita Tempo 30. Gemessen wurden jedoch 64 km/h. Für den Fahrer sieht der Bußgeldkatalog laut Stadt ein Bußgeld von 288,50 Euro, zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot vor.

Gerade im Umfeld von Kitas kann schon ein kleiner Unterschied bei der Geschwindigkeit entscheidend sein. Kinder sind oft schwerer einzuschätzen, laufen unvermittelt los oder werden zwischen parkenden Autos spät gesehen.

Kontrollen sollen nicht nur bestrafen

Die Aktion war Teil eines größeren Programms für mehr Verkehrssicherheit an Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Nach Angaben der Stadt geht es nicht allein darum, Verstöße zu ahnden. Die Kontrollen sollen auch daran erinnern, im Umfeld von Kitas und Schulen besonders aufmerksam und rücksichtsvoll unterwegs zu sein.

Mit Beginn der Sommerferien richtet sich der Blick bereits auf den Schulanfang. Dann sollen weitere Maßnahmen zur Schulwegsicherung umgesetzt werden.

Neue Maßnahmen für sichere Schulwege

Geplant oder bereits angekündigt sind unter anderem ein neuer Fußgängerüberweg an der Leipziger Straße, Verbesserungen für Fußgänger am Schmellwitzer Weg und bessere Bedingungen für den Radverkehr in der Drebkauer Straße.

Zusätzlich sollen vor Grundschulen wieder Dialogdisplays eingesetzt werden. Sie zeigen Autofahrern ihre gefahrene Geschwindigkeit an. Auch Kontrollen des ruhenden und fließenden Verkehrs sind zum Schulstart vorgesehen.

Bereits seit April gilt auf der Verbindung zwischen Merzdorf und Dissenchen zu bestimmten Zeiten Tempo 30. Die Begrenzung greift montags bis freitags von 7 bis 8 Uhr sowie von 12 bis 17 Uhr – also besonders zu Schul- und Abholzeiten.

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Autor: Redaktion

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