In Cottbus-Schmellwitz ist die Feuerwehr in der Nacht zu Freitag gleich zweimal zu Kellerbränden in die Willi-Budich-Straße ausgerückt. Beim ersten Einsatz brannten mehrere Kellerboxen, Unrat und gelagerte Reifen. Beim zweiten Brand am frühen Morgen wurde das Wohnhaus so stark beschädigt, dass die Bewohnerinnen und Bewohner nicht zurück in ihre Wohnungen konnten.
Feuerwehr rettet Menschen und Katze über Drehleiter
Der erste Alarm ging gegen 2.17 Uhr ein. Als die Einsatzkräfte eintrafen, standen bereits vier Kellerboxen in Flammen. Außerdem brannten größere Mengen Unrat und gelagerte Reifen. Der Rauch zog stark durch das Gebäude. Die Feuerwehr musste parallel löschen und Menschen retten. Mit der Drehleiter wurden fünf Personen und eine Katze von verrauchten Balkonen gerettet.
Insgesamt wurden bei diesem ersten Einsatz sechs Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst untersucht und vor Ort behandelt.
Erster Einsatz dauert rund zweieinhalb Stunden
Wegen der starken Brandentwicklung mussten mehrere Atemschutztrupps eingesetzt werden. Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer im Innen- und Außenangriff. Insgesamt waren beim ersten Einsatz 27 Kräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst beteiligt. Nach etwa zweieinhalb Stunden war der Einsatz zunächst beendet. Die Bewohnerinnen und Bewohner konnten danach wieder in ihre Wohnungen zurück.
Zweiter Brand am gleichen Keller
Gegen 5.40 Uhr wurde die Feuerwehr erneut alarmiert. Wieder brannte es an derselben Einsatzstelle und erneut im Kellerbereich. Diesmal waren zwei zuvor noch unbeschädigte Kellerboxen betroffen. Während der Löscharbeiten konnten die Einsatzkräfte zwei Propangasflaschen und einen Kraftstoffkanister rechtzeitig kühlen und sichern. Beim zweiten Einsatz mussten zwei Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt werden. Sie wurden anschließend in die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem gebracht.
Auch beim zweiten Einsatz waren wieder 27 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst beteiligt. Gegen 7.30 Uhr konnten die Kräfte in die Wachen zurückkehren.
Haus vorerst nicht mehr nutzbar
Nach dem zweiten Brand konnte das Gebäude nicht mehr für die Bewohnerinnen und Bewohner freigegeben werden. Grund sind erhebliche Schäden an der technischen Gebäudeausrüstung. Der Vermieter hat für die Betroffenen Ersatz bereitgestellt. Die Polizei hat die Ermittlungen zu den Brandursachen übernommen.
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