An der BTU Cottbus-Senftenberg ist der Anteil von Professorinnen in den vergangenen Jahren von 21 auf 31 Prozent gestiegen. Möglich gemacht wurde das unter anderem durch das Professorinnenprogramm, dessen Förderphase jetzt endet. Am 25. Juni zieht die Universität bei der Veranstaltung FEM*Lights Bilanz.
Professorinnenprogramm stärkt die BTU
Das Professorinnenprogramm lief an der BTU von 2020 bis 2026. In dieser Zeit wurden Professorinnen gefördert oder neu berufen. Gleichzeitig entstanden neue Maßnahmen für mehr Chancengerechtigkeit an der Universität. Dazu gehören Mentoring-Angebote, Karriereprogramme, Netzwerke für Frauen in Wissenschaft und MINT-Fächern sowie ein datenbasiertes Gender-Monitoring. Damit kann die BTU besser nachvollziehen, wie sich der Anteil von Frauen in unterschiedlichen Bereichen entwickelt. Die Universität sieht darin einen wichtigen Schritt für ihre weitere Entwicklung als Wissenschafts- und Innovationsstandort in der Lausitz.
32 Stipendien für Frauen in MINT-Fächern
Ein Schwerpunkt des Professorinnenprogramms lag auf Schülerinnen und Studentinnen, die sich für MINT-Fächer interessieren. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Insgesamt wurden 32 MINT-Frauenförderstipendien vergeben. Die Stipendiatinnen wurden von MINT-Botschafterinnen und Botschaftern begleitet.
Einige der früheren Teilnehmerinnen engagieren sich inzwischen selbst und stellen an Schulen in der Lausitz eigene Projekte vor. Unter dem Namen Geek Girls werben sie für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge und zeigen jungen Frauen, welche Möglichkeiten es in Forschung und Technik gibt.
Nach Angaben der BTU hat das Programm auch dazu beigetragen, Wissenschaftlerinnen stärker sichtbar zu machen. Sie arbeiten in Forschungsverbünden, Transformationsprojekten und Fachnetzwerken mit. Außerdem treten sie häufiger als Expertinnen in Medien und öffentlichen Debatten auf. Das ist für die Universität wichtig, weil unterschiedliche Perspektiven Forschung und Lehre erweitern können. Gleichzeitig entstehen dadurch neue Vorbilder für Studierende und Schülerinnen aus der Region.
FEM*Lights am 25. Juni in Cottbus
Die Abschlussveranstaltung FEM*Lights findet am 25. Juni 2026 statt. Eröffnet wird sie von Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle und BTU-Präsidentin Prof. Dr. Gesine Grande. Vorgestellt werden Ergebnisse des Professorinnenprogramms sowie verschiedene Projekte der BTU. Dazu gehören die Geek Girls, das MINT-Frauennetzwerk, die Projektförderung GENial und das Mentoring-Programm FEM*Vision mit dem VisionärinnenSalon.
Ein Höhepunkt soll ein Salontalk mit den geförderten Professorinnen Stefanie Kiwi Menrath, Juliane Noack Napoles, Melanie Jaeger-Erben und Johanna Blokker werden. Sie sprechen über ihre Forschung, ihre Karrierewege und ihre Erfahrungen an der BTU.
Die Veranstaltung fällt zeitlich mit den Decarbon Days auf dem Zentralcampus zusammen. Dort geht es am 24. und 25. Juni um klimaneutrale Industrie, Innovationen und den Strukturwandel in der Lausitz.
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