Die Brandenburger Bevölkerung ist Ende 2025 erstmals seit Jahren wieder kleiner geworden. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 lebten in Brandenburg 2.551.889 Menschen. Das waren 4.858 weniger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang liegt bei knapp 0,19 Prozent.
Brandenburger Bevölkerung sinkt trotz jahrelangem Wachstum
Für Brandenburg ist diese Entwicklung ein spürbarer Einschnitt. Seit 2016 war die Einwohnerzahl im Land kontinuierlich gestiegen. Damals lebten 2.494.648 Menschen in Brandenburg, Ende 2021 waren es bereits 2.537.868, wie der rbb mitteilt.
Nun zeigt die neue Statistik auf Basis des Zensus 2022: Der Wachstumstrend ist vorerst gestoppt.
Deutschland schrumpft ebenfalls
Der Rückgang in Brandenburg passt zu einer bundesweiten Entwicklung. Ende 2025 lebten in Deutschland 83,5 Millionen Menschen. Das waren 110.000 weniger als ein Jahr zuvor, ein Minus von 0,1 Prozent. Damit ist die Bevölkerung in Deutschland erstmals seit 2020 wieder gesunken. Seit 2011 war sie ansonsten fast durchgehend gewachsen.
Warum die Einwohnerzahl zurückgeht
Der wichtigste Grund ist laut Angaben des Statistischen Bundesamts das Verhältnis von Geburten und Sterbefällen. 2025 gab es deutschlandweit 352.000 mehr Sterbefälle als Geburten. Gleichzeitig sank der Wanderungssaldo deutlich: Die Nettozuwanderung lag nur noch bei 235.000 Menschen, nach 430.000 im Vorjahr. Damit konnte Zuwanderung das Geburtendefizit nicht mehr ausgleichen.
Flächenländer verlieren, Stadtstaaten wachsen
Brandenburg steht mit dem Rückgang nicht allein. In den Flächenländern ging die Bevölkerung zurück oder blieb nahezu stabil. Zuwächse gab es nur in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.
In den ostdeutschen Bundesländern fiel der Rückgang mit 0,5 Prozent stärker aus als in den westdeutschen Bundesländern mit 0,1 Prozent. Besonders betroffen waren Thüringen, Sachsen-Anhalt und das Saarland.
Ältere Bevölkerung wächst weiter
Die Zahlen zeigen auch eine klare Verschiebung in der Altersstruktur. Deutschlandweit nahm als einzige Altersgruppe die Zahl der 60- bis 79-Jährigen deutlich zu. Sie wuchs um 2,8 Prozent beziehungsweise 358.000 Menschen.
Insgesamt stieg die Zahl der Menschen ab 60 Jahren um 387.000. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt nun bei 31 Prozent. Gleichzeitig gingen die Zahlen bei Kindern und Teenagern unter 20 Jahren sowie bei Erwachsenen zwischen 20 und 59 Jahren zurück.
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