Im Branitzer Park in Cottbus sind kurz vor Pfingsten die sieben Eier der seltenen Trompeterschwäne aus dem Nest gestohlen worden. Tierpark und Stiftung gehen davon aus, dass die Tat gezielt vorbereitet wurde.
Die Eier lagen im Nest auf einer Insel im Schlangensee. Nach Angaben der Verantwortlichen fehlen jegliche Spuren, weshalb von einem Diebstahl durch Menschenhand ausgegangen wird.
Branitzer Park: Täter kannten offenbar Brutzeit genau
Besonders brisant: Der Schlupf der Küken stand unmittelbar bevor. Laut Tierpark bestand offenbar genaue Kenntnis darüber, wann die Eier schlüpfen sollten und wie die Insel erreichbar ist.
Die Vogelpfleger hatten zuvor bestätigt, dass alle sieben Eier befruchtet waren.
Seit dem Vorfall gelten die beiden Trompeterschwäne als stark verschreckt.
Seltene Trompeterschwäne erst kürzlich gefeiert
Erst im März war die Rückkehr der seltenen Tiere im Branitzer Park gefeiert worden. Der männliche Schwan „Hermann“ lebt bereits länger im Park. 2024 kam Weibchen „Lucie“ hinzu, das im Jubiläumsjahr nach Fürstin Lucie von Pückler benannt wurde.
Die Zusammenarbeit zwischen Tierpark Cottbus und der Stiftung Fürst-Pückler-Museum besteht bereits seit 2011.
Bereits 2024 verschwanden junge Schwäne
Besonders bitter: Schon im August 2024 wurden fünf junge Trompeterschwäne aus dem Branitzer Park gestohlen. Die Suche blieb damals erfolglos.
Die Tiere stammen ursprünglich aus Nordamerika und zählen zu den größten Schwanenarten weltweit.
Stiftung bittet um Hinweise
Die Stiftung kündigte an, die Kameraüberwachung im Park weiter auszubauen. Außerdem werden Zeugen gesucht, die zwischen dem 18. und 21. Mai im Bereich unterhalb der Landpyramide Verdächtiges beobachtet haben.
Hinweise können an service@pueckler-museum.de gemeldet werden.
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