Wer in Cottbus einen Mähroboter nutzt, muss sich ab sofort umstellen. Die Stadt verbietet künftig das Mähen in der Nacht und in den frühen Morgenstunden. Hintergrund ist der Schutz von Igeln und anderen Kleintieren.
Mähroboter werden nachts zur Gefahr für Igel
Vor allem in der Dämmerung und nachts sind viele Tiere in Gärten unterwegs. Dazu gehören unter anderem Igel, Kröten, Käfer und andere Kleinsäuger. Sie suchen auf Grünflächen nach Nahrung und Rückzugsorten. Genau dort fahren allerdings häufig unbeaufsichtigt Mähroboter. Laut Stadt kommt es dabei immer wieder zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod von Tieren. Besonders problematisch ist das Verhalten von Igeln: Statt wegzulaufen rollen sie sich bei Gefahr zusammen – und werden dadurch oft von den Geräten erfasst.
Diese Zeiten gelten jetzt in Cottbus
Das neue Verbot gilt im gesamten Stadtgebiet von Cottbus. Künftig dürfen Mähroboter nur noch tagsüber eingesetzt werden. Verboten ist der Betrieb:
von einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang.
Als Grundlage gelten die offiziellen Dämmerungszeiten des Deutschen Wetterdienstes für Berlin und Brandenburg. Die neue Regelung wird am 16. Mai im Amtsblatt veröffentlicht und tritt bereits einen Tag später in Kraft. Unterstützt wird sie unter anderem vom Naturschutzbeirat sowie vom Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung.
Die Stadt weist darauf hin, dass private Gärten immer wichtiger für den Artenschutz werden. Gerade in Städten seien Grünflächen oft wichtige Rückzugsorte für Tiere. Wer seinen Garten tierfreundlicher gestalten möchte, sollte Mähroboter deshalb möglichst nur tagsüber nutzen und naturnahe Bereiche erhalten.
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