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Lübben strukturiert Kitalandschaft um: Mehrere Einrichtungen betroffen

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In Lübben (Spreewald) wird die Kitalandschaft umstrukturiert. Betroffen sind die städtischen Kitas „Am Roten Nil“, „Unter den Linden“ und „Waldhaus“ sowie die AWO-Kita „Sonnenkinder“. Hintergrund sind sinkende Kinderzahlen, steigende Kosten und ein teils erheblicher Sanierungsbedarf.


Warum Lübben seine Kitalandschaft neu ordnet

Die Stadt spricht von einer verantwortungsvollen, aber notwendigen Entscheidung. In den vergangenen Wochen wurden dazu zahlreiche Gespräche geführt, außerdem seien in den vergangenen Tagen alle Beteiligten informiert worden.

Als Gründe nennt die Stadt vor allem deutlich rückläufige Kinderzahlen, steigende Betriebs- und Unterhaltungskosten sowie die Fortschreibung der Bedarfsplanung für die Kindertagesbetreuung des Landkreises Dahme-Spreewald aus dem Jahr 2025. Nach Darstellung der Stadt wurden darin die Entwicklungen bei den Kinderzahlen nicht vollständig berücksichtigt. Mehrere Einrichtungen seien bereits heute nicht mehr ausgelastet.

Hinzu kommt: In einzelnen Gebäuden besteht ein erheblicher Sanierungsbedarf. Ohne strukturelle Veränderungen würde das langfristig die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt und damit auch die Stabilität der Betreuung gefährden.


Kitalandschaft soll langfristig tragfähig bleiben

Nach Angaben der Stadt geht es darum, die vorhandenen Ressourcen so zu bündeln, dass verlässliche, qualitativ hochwertige und langfristig tragfähige Betreuungsangebote erhalten bleiben.

Dabei stehe das Wohl der Kinder im Mittelpunkt. Genannt werden vor allem stabile Bezugspersonen, möglichst geringe Umbrüche und eine weiterhin hohe pädagogische Qualität. Die geplanten Veränderungen seien so entwickelt worden, dass für die meisten Kinder und Fachkräfte ein hohes Maß an Kontinuität erhalten bleibt und gleichzeitig wirtschaftlich notwendige Einsparungen möglich werden.


Das ist in Lübbens Kitalandschaft konkret geplant

Geplant ist die Zusammenlegung der Kita „Am Roten Nil“ und der Kita „Unter den Linden“ am Standort „Am Roten Nil“. Dort stehen größere räumliche Kapazitäten zur Verfügung, außerdem arbeiten beide Einrichtungen bereits eng zusammen.

Zusätzlich sollen die Vorschulkinder auf den Bildungscampus verlagert werden. Bis zum Ende des aktuellen Schuljahres sollen sie im Modulbau der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule betreut werden. Damit soll der Übergang in die Schule erleichtert und zugleich Platz in den Kitas geschaffen werden.

Auch für die Kita „Waldhaus“ ist ein Umzug vorgesehen. Sie soll in das Gebäude der bisherigen Kita „Unter den Linden“ ziehen. Dort seien die räumlichen Voraussetzungen vorhanden, um das pädagogische Konzept und die bestehenden Gruppen möglichst unverändert weiterzuführen.

Die AWO-Kita „Sonnenkinder“ soll nach Treppendorf in das bisherige Gebäude der Kita „Waldhaus“ verlegt werden. Nach Angaben der Stadt eignet sich dieser Standort am besten für die Anforderungen an eine Integrationseinrichtung.


Bürgermeister verteidigt Entscheidung

Bürgermeister Jens Richter bezeichnet die Anpassung der Kitalandschaft als notwendig, aber verantwortungsvoll gestaltet. Ziel sei es, auch in Zukunft eine verlässliche, qualitativ hochwertige und finanzierbare Kinderbetreuung in Lübben sicherzustellen – im Interesse von Kindern, Familien und Fachkräften.

Zugleich kritisiert er, dass die Fortschreibung der Bedarfsplanung des Landkreises Dahme-Spreewald aus dem Jahr 2025 die Stadt Lübben unter Druck setze, weil damalige Entwicklungen nicht berücksichtigt worden seien.

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Autor: Redaktion

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