Im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es aktuell keine neuen Fälle der Newcastle-Krankheit. Trotzdem bleibt die Lage angespannt – die Schutzmaßnahmen gelten weiterhin und werden wohl erst nach den Sommerferien aufgehoben.
Newcastle-Krankheit weiter unter Kontrolle
Seit Anfang März wurde die Newcastle-Krankheit im Landkreis nachgewiesen. In den letzten zwei Wochen gab es zwar keine neuen Ausbrüche, doch Entwarnung gibt es noch nicht. Die Situation wird weiterhin streng überwacht. Die vergangenen Wochen waren für die Region massiv: Insgesamt mussten rund 1,7 Millionen Tiere getötet werden, um die Ausbreitung einzudämmen.
Maßnahmen bleiben noch mehrere Wochen
Auch ohne neue Fälle gelten die Einschränkungen weiter. Die Behörden planen:
- weitere intensive Kontrollen in den betroffenen Gebieten
- zusätzliche Überprüfungen im direkten Umfeld der Ausbrüche
- fortlaufende Reinigungsmaßnahmen
Erst wenn alles abgeschlossen ist, beginnt eine zusätzliche Frist von 30 Tagen. Heißt konkret: Maßnahmen wie die Aufstallungspflicht bleiben mindestens bis zu den Sommerferien bestehen.
Strenge Regeln für Geflügelhalter
Für Geflügelhalter gelten weiterhin klare Vorgaben im Umgang mit der Newcastle-Krankheit. Wichtig ist vor allem:
- bestehender Impfschutz für Hühner und Puten
- konsequente Hygienemaßnahmen
- kein unbefugter Zutritt zu Ställen
Das Virus kann über Tiere, Eier, Futter oder auch Kleidung und Fahrzeuge übertragen werden.
Auch im Alltag sind die Auswirkungen weiter spürbar. Bestehende Straßensperrungen müssen eingehalten werden. Außerdem bleiben Veranstaltungen mit Geflügel wie Märkte oder Tierschauen weiterhin untersagt – auch außerhalb der direkten Sperrzonen.
Weiter wachsam bleiben
Die Herkunft des Virus ist weiterhin unklar. Es wird vermutet, dass die Newcastle-Krankheit aus Nachbarländern eingeschleppt wurde. Deshalb gilt weiterhin: aufmerksam bleiben und bei Auffälligkeiten sofort handeln. Wer Symptome bei Tieren feststellt, sollte umgehend das Veterinäramt kontaktieren.
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