Dieter Krein ist gestorben. Der frühere Präsident und Ehrenpräsident des FC Energie Cottbus und langjährige Wegbegleiter des Eishockeys in Weißwasser starb am 2. Mai im Alter von 84 Jahren.
Der Lausitzer Sport verliert damit einen Mann, der über Jahrzehnte Verantwortung übernommen, Vereine geprägt und Menschen bewegt hat. Krein stand für klare Worte, große Leidenschaft und eine tiefe Verbundenheit zur Region.
Dieter Krein gestorben: Große Trauer in Weißwasser und Cottbus
Besonders eng verbunden war Dieter Krein zuletzt mit den Lausitzer Füchsen und dem Eishockeystandort Weißwasser. Über viele Jahre war er Beiratsvorsitzender des Eissports Weißwasser und galt dort als wichtige Stimme zwischen Stammverein und Profisport.
2019 gab er den Vorsitz des Beirates an den heutigen Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach weiter. Dem Eishockey blieb er aber weiter verbunden. Bis zuletzt gehörte Weißwasser zu seinen sportlichen Herzensorten.
Vom Volleyball bis in die Bundesliga
Dieter Krein war nicht nur Funktionär. Er lebte Sport. Selbst im hohen Alter stand er noch auf dem Eis. Bis 2018 hütete er als Torwart bei den „Chiefs“ in Weißwasser das Gehäuse. Später blieb er der Mannschaft als Betreuer verbunden.
Auch beim Fußball schrieb Krein Lausitzer Sportgeschichte. Als Präsident führte er den FC Energie Cottbus bis 2005. In seine Amtszeit fiel der historische Bundesliga-Aufstieg in der Saison 1999/2000. Gemeinsam mit Manager Klaus Stabach und Trainer Eduard Geyer prägte er eine Ära, die viele Energie-Fans bis heute nicht vergessen haben.
Ein Präsident mit Haltung
Krein galt als Mann, der sich nicht wegduckte. Er sprach offen, manchmal unbequem, aber immer mit großer Nähe zu seinen Vereinen. Auch nach seiner Zeit als Präsident blieb er Energie eng verbunden, verfolgte Heimspiele im Stadion der Freundschaft und sprach über den Verein weiter in der Wir-Form.
Seine Funktionärslaufbahn begann einst in der Volleyball-Abteilung. Später wurde er zu einem der bekanntesten Gesichter der erfolgreichen Energie-Jahre.
Ein Leben für Technik, Sport und die Lausitz
Beruflich war Dieter Krein Diplom-Ingenieur für Maschinenbau und über viele Jahre in leitenden Funktionen der Energiewirtschaft tätig. Diese Erfahrung brachte er auch in seine sportlichen Aufgaben ein: ruhig, analytisch, verantwortungsbewusst.
Privat lebte er mit seiner Frau in Trebendorf bei Weißwasser. Er hinterlässt Familie, Weggefährten und viele Menschen, die ihn im Fußball, im Eishockey und in der Lausitz geschätzt haben.
Die Lausitz nimmt Abschied
Mit Dieter Krein verliert die Region einen prägenden Sportmenschen, einen leidenschaftlichen Unterstützer und einen Mann, der Spuren hinterlassen hat – beim FC Energie Cottbus, bei den Lausitzer Füchsen und weit darüber hinaus.
Was bleibt, ist die Erinnerung an einen Lausitzer, der nicht nur über Sport gesprochen hat, sondern ihn gelebt hat.
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Foto: picture-alliance / dpa | Thomas Eisenhuth

























