In der Nacht zu Montag kam es im Cottbuser Wohnhaus WK51 zu einer starken Rauchentwicklung, nachdem Unbekannte pyrotechnisches Material im Hausflur gezündet hatten. Verletzt wurde nach aktuellen Angaben niemand.
Polizei bestätigt Einsatz und Ermittlungen im WK51
Nach Angaben der Polizei wurden Einsatzkräfte kurz vor Mitternacht in die Wilhelm-Külz-Straße gerufen. Dort hatten bislang unbekannte Täter eine Leuchtfackel in den Hausflur geworfen, wodurch sich dichter Rauch im Gebäude ausbreitete. Die Bewohner mussten das Haus vorübergehend verlassen, konnten aber später zurückkehren. Laut Polizei entstand ein leichter Sachschaden am Fußboden. Die eingesetzte Pyrotechnik wurde sichergestellt, Zeugen wurden noch in der Nacht befragt. Die weiteren Ermittlungen hat der polizeiliche Staatsschutz übernommen, da sich im Gebäude auch ein alternativer Begegnungsort befindet.
Initiative sieht politischen Hintergrund
Die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg geht davon aus, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelt und spricht von einem weiteren Angriff im Kontext rechter Gewalt. Ein Sprecher der Initiative erklärte, dass es bereits in der Vergangenheit ähnliche Vorfälle rund um das Gebäude gegeben habe. Auch Bewohner berichten von großer Verunsicherung in der Nacht, da zunächst unklar war, woher der Rauch kam.
Verweis auf frühere Vorfälle
Nach Angaben der Initiative sei das Haus bereits mehrfach Ziel von Angriffen gewesen, darunter Sachbeschädigungen und Bedrohungen. Auch ein Nachbarschaftsprojekt im selben Gebäude sei betroffen gewesen. Zudem verweist die Initiative auf Berichte, wonach rechte Gewalt in der Region zugenommen habe. Sicherheitsbehörden hatten in der Vergangenheit ebenfalls auf extremistische Strukturen in Cottbus hingewiesen.
Ermittlungen im Wohnhaus WK51 dauern an
Ob tatsächlich ein politisches Motiv hinter der Tat steht, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei prüft alle Hintergründe.
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