Ein Kohlebunkerbrand hat am Sonntagabend einen aufwendigen Feuerwehreinsatz in Spremberg ausgelöst – in einer alten Fabrik aus DDR-Zeiten brannte Restkohle im obersten Stockwerk.
Kohlebunkerbrand in alter DDR-Fabrik
Gegen 20:07 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr alarmiert. Schon beim Eintreffen war klar: Der Kohlebunkerbrand sitzt ganz oben im Gebäude. Dichter Rauch zog aus den Fenstern. Das Problem: Die alte Fabrik war verschlossen. Die Einsatzkräfte mussten sich erst gewaltsam Zugang verschaffen, bevor sie überhaupt zum Brandherd vordringen konnten.
Über das dunkle Treppenhaus ging es für die Feuerwehr nach oben. Der Kohlebunkerbrand hatte sich in den historischen Kohletrichtern entwickelt – Überreste aus einer Zeit, in der das Gebäude noch Heizhaus war.
Die Bedingungen vor Ort waren alles andere als einfach: Löcher im Boden, niedrige Metallträger und kein Strom machten den Einsatz besonders riskant. Unter schwerem Atemschutz arbeiteten sich die Feuerwehrleute durch das Gebäude und begannen mit den Löscharbeiten.



Fotos: Christoph Lohse und Norman Hoffmann / Blaulichtreport Lausitz
Feuerwehr verhindert Wiederaufflammen
Nachdem der Kohlebunkerbrand gelöscht war, ging es direkt um die Nachsicherung. Ein Schaumteppich wurde über die betroffenen Bereiche gelegt, damit sich das Feuer nicht erneut entzünden kann. Parallel sicherten weitere Einsatzkräfte das Gebäude ab und sorgten für Orientierung im Inneren – unter anderem mit Hilfe einer Drehleiter zur Ausleuchtung.
Nach etwa eineinhalb Stunden war der Einsatz weitgehend abgeschlossen. Insgesamt waren 17 Feuerwehrkräfte mit fünf Fahrzeugen vor Ort. Auch Polizei und Rettungsdienst unterstützten. Verletzt wurde niemand.
Historisches Gebäude mit besonderer Vergangenheit
Bei der alten Fabrik handelt es sich um ein früheres Heizhaus aus DDR-Zeiten. Von hier aus wurden einst umliegende Gebäude und sogar eine Schwimmhalle mit Wärme versorgt. Dass sich in den alten Anlagen noch Restkohle befindet, wurde jetzt zum Problem – und führte schließlich zu dem Brand.
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