Mit dem DEB-Nachwuchscamp in Weißwasser ist in der Lausitz ein neues Kapitel in der Förderung von Mädchen- und Frauen-Eishockey aufgeschlagen worden. Gemeinsam mit dem Deutschen Eishockey-Bund e.V. und den Lausitzer Füchsen wurde in der Eisarena Weißwasser ein regionaler Stützpunkt-Trainingstag umgesetzt, der in dieser Form bundesweit erstmals stattfand.
DEB-Nachwuchscamp in Weißwasser bringt Talente direkt vor Ort zusammen
Die Idee hinter dem DEB-Nachwuchscamp in Weißwasser ist klar: Talente sollen nicht nur an wenigen zentralen Standorten gefördert werden, sondern genau dort, wo sie im Alltag trainieren. Initiiert wurde das Format von Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach gemeinsam mit dem DEB und U18-Bundestrainer Sebastian Jones.
Damit geht die Nachwuchsarbeit bewusst neue Wege. Neben dem etablierten DEB-Stützpunkt in Füssen soll die Förderung künftig stärker in die Regionen getragen werden. Ziel ist eine intensivere, engere und nachhaltigere Arbeit mit jungen Spielerinnen.
Starkes Teilnehmerfeld aus Sachsen und Berlin
Beim DEB-Nachwuchscamp in Weißwasser standen 24 Spielerinnen auf dem Eis, darunter 21 Feldspielerinnen und drei Torhüterinnen aus den Jahrgängen 2009 bis 2013. Mit dabei waren nicht nur U16- und U18-Kaderspielerinnen, sondern auch vielversprechende Talente aus Weißwasser, Crimmitschau, Dresden und Berlin.
Besonders im Blickpunkt stand Mathilda Heine. Die erst 16-Jährige gehörte in diesem Jahr als jüngste Spielerin zum Kader der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Mailand. Allein aus dem Nachwuchs der Lausitzer Füchse waren zehn Spielerinnen vertreten.
Intensive Inhalte auf und neben dem Eis
Sportlich setzte das DEB-Nachwuchscamp in Weißwasser klare Schwerpunkte. Im Mittelpunkt standen offensive Abläufe und der strukturierte Eintritt in die gegnerische Zone, also genau die Elemente, die auf internationalem Niveau immer wichtiger werden.
Ergänzt wurde das Programm durch Stationsarbeit, intensive Übungsformen mit viel Puckbewegung und theoretische Einheiten. Neben Sebastian Jones vermittelte auch Sachsens Landestrainer Torsten Heine wichtige Inhalte. So wurde der Trainingstag nicht nur fordernd, sondern auch vielseitig und praxisnah.
Wichtiger Schritt für den Standort Weißwasser
Für Weißwasser ist das DEB-Nachwuchscamp in Weißwasser weit mehr als ein einzelner Trainingstag. Das Format steht für den Anspruch, den Standort langfristig als wichtigen Baustein in der Talententwicklung im weiblichen Eishockey zu stärken.
Gleichzeitig rückt ein Thema stärker in den Fokus, das für die Zukunft entscheidend ist: der Übergang vom Nachwuchsbereich in den Frauenbereich. Genau hier sehen die Verantwortlichen weiteres Entwicklungspotenzial. Auch die Sichtbarkeit des Frauen-Eishockeys soll durch solche Maßnahmen wachsen.
Nächste Maßnahmen stehen schon bereit
Für einige Teilnehmerinnen geht der Weg nach dem DEB-Nachwuchscamp in Weißwasser direkt weiter. Bereits im Mai ist ein mehrtägiges Athletikcamp in Frankfurt am Main geplant. Im Juli folgen dann die Sommerlehrgänge der U16- und U18-Nationalmannschaften.
Der Auftakt in Weißwasser hat damit nicht nur neue Impulse gesetzt. Er kann auch zum Vorbild für weitere regionale Maßnahmen im deutschen Mädchen- und Frauen-Eishockey werden.
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Foto: Lausitzer Füchse
























