Mit dem Kompetenzzentrum HERES startet die BTU Cottbus-Senftenberg ein Großprojekt mit Signalwirkung für die gesamte Lausitz. Bis Februar 2030 entsteht in Senftenberg eine im ostdeutschen Raum einzigartige Forschungsplattform, die das nachhaltige Recycling technologisch essenzieller Materialien vorantreiben und die Region als starken Standort der europäischen Kreislaufwirtschaft etablieren soll.
Kompetenzzentrum HERES bringt Forschung, Industrie und Strukturwandel zusammen
Das Verbundprojekt wird mit rund 13,6 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Ziel ist es, an der BTU eine leistungsfähige Infrastruktur aufzubauen, die Wissenschaft, wirtschaftliche Anwendung und regionalen Strukturwandel strategisch miteinander verbindet. Für Brandenburg und die Lausitz ist das ein klares Zukunftssignal: Aus einer Region im Wandel soll ein Standort für moderne Rohstoff- und Recyclingtechnologien werden.
Warum das Kompetenzzentrum HERES für die Lausitz so wichtig ist
Lithium-Ionen-Batterien sind längst Teil des Alltags. Sie stecken in Smartphones, Laptops, E-Bikes, Elektrowerkzeugen, E-Autos und stationären Speichern. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen, mit den darin enthaltenen kritischen Rohstoffen verantwortungsvoll umzugehen. Genau hier setzt das Kompetenzzentrum HERES an.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung neuer Technologien entlang der gesamten Recycling-Wertschöpfungskette. Dazu gehören die Rückgewinnung wertvoller Materialien, ihre Aufarbeitung, die Weiterverarbeitung und die Wiederverwendung in neuen Anwendungen. Das langfristige Ziel: geschlossene Stoffkreisläufe und eine deutlich geringere Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen.
Senftenberg soll Hightech und regionale Wertschöpfung verbinden
Das neue Zentrum in Senftenberg soll nicht nur wissenschaftliche Antworten auf Zukunftsfragen liefern. Es geht auch darum, Wertschöpfung, Know-how und wissenschaftlichen Nachwuchs in der Region zu halten. Die BTU will mit dem Kompetenzzentrum HERES neueste Entwicklungen in der Batterietechnologie laufend aufgreifen und daraus anwendungsnahe Lösungen für die Praxis entwickeln.
Damit bekommt die Lausitz die Chance, sich in einem zentralen Zukunftsfeld Europas sichtbar zu positionieren. Aus Forschung sollen Perspektiven für Unternehmen, Fachkräfte und die gesamte Region entstehen.
Brandenburg setzt auf Wissenschaft als Motor des Wandels
Das Projekt steht zugleich für einen größeren Kurs: Der Strukturwandel in der Lausitz soll über Innovation, Forschung und technologische Entwicklung gelingen. Die BTU verbindet mit dem Kompetenzzentrum HERES nachhaltige Ressourcennutzung, technologische Exzellenz und neue wirtschaftliche Chancen für die Region.
Klar ist: In Senftenberg entsteht mehr als ein Forschungsstandort. Hier wächst ein Baustein für die Rohstoffsouveränität Europas und für eine Lausitz, die ihre Zukunft selbst aktiv mitgestaltet.
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Foto: BTU / Tessa Möckel
























