Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz breitet sich die Hundemalaria weiter aus. Die durch Zecken übertragene Krankheit kann für Hunde lebensgefährlich werden – Tierhalter sollten jetzt besonders aufmerksam sein.
Hundemalaria breitet sich in der Lausitz aus
Die Hundemalaria, auch Babesiose genannt, wird durch Parasiten übertragen, die über Zecken auf Hunde gelangen. Hauptüberträger ist die Wiesenzecke, die vor allem in feuchten Gebieten wie Wiesen, Waldrändern oder an Gewässern vorkommt.
Besonders aktiv sind die Zecken im Frühjahr und Herbst. Schon wenige Stunden nach einem Stich kann die Infektion übertragen werden.
Symptome der Hundemalaria erkennen
Die Hundemalaria greift die roten Blutkörperchen an und kann unbehandelt tödlich verlaufen. Erste Anzeichen treten oft erst ein bis drei Wochen nach der Infektion auf.
Typische Symptome sind:
- Fieber
- Apathie und Schwäche
- Appetitlosigkeit
- verfärbter Urin
- blasse Schleimhäute
In schweren Fällen kann es zu Organversagen oder Schockzuständen kommen.
Schnelle Behandlung ist entscheidend
Bei Verdacht auf Hundemalaria ist schnelles Handeln wichtig. Die Diagnose erfolgt über eine Blutuntersuchung. Die Behandlung erfolgt mit speziellen Medikamenten.
Wird die Krankheit früh erkannt, steigen die Chancen auf Heilung deutlich. In schweren Fällen sind intensive Behandlungen notwendig.
Zeckenschutz schützt vor Hundemalaria
Der wichtigste Schutz gegen Hundemalaria ist ein konsequenter Zeckenschutz. Dazu gehören geeignete Präparate wie Halsbänder, Spot-on-Mittel oder Tabletten.
Zusätzlich sollten Hunde nach jedem Spaziergang gründlich auf Zecken untersucht werden. Die Tiere können bereits bei Temperaturen um fünf Grad aktiv sein.
Auch für Menschen besteht Risiko durch Zecken
Für Menschen besteht keine Gefahr durch Hundemalaria. Trotzdem sollten Zecken ernst genommen werden. In der Region besteht ein Risiko für Krankheiten wie FSME.
Deshalb gilt: Nach Aufenthalten im Freien den Körper absuchen und bei Auffälligkeiten ärztlichen Rat einholen.
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