43 Millionen Euro für neue Fernwärme in Senftenberg

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Freitag, 27. März 2026“.Liveblog ansehen

Mehr als 43 Millionen Euro fließen in Senftenberg in den Umbau der Wärmeversorgung. Die Stadtwerke können jetzt mit dem Projekt für eine CO2-neutrale Fernwärmeversorgung beginnen. Dafür gab es einen Förderbescheid über mehr als 37 Millionen Euro aus Strukturstärkungsmitteln.

Klimafreundliche Fernwärme bringt große Entlastung beim CO2

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht der Wechsel von einer bislang überwiegend erdgasbasierten Wärmeerzeugung hin zur Nutzung von industrieller Abwärme. Künftig soll Wärme aus der thermischen Abfallverwertung des Kraftwerks „Sonne“ Großräschen nach Senftenberg gelangen. Nach Angaben zum Projekt kann der CO2-Ausstoß um rund 15.000 Tonnen pro Jahr sinken.

Das ist geplant

Geplant sind Wärmeüberträgerstationen, Wärmespeicheranlagen und eine rund zehn Kilometer lange Fernwärmetrasse zwischen Großräschen und Senftenberg. Damit entsteht eine neue technische Verbindung, die bisher ungenutzte Wärme für die Versorgung in der Region nutzbar machen soll.

Tausende Menschen in der Region sollen profitieren

Die Stadtwerke versorgen nach den vorliegenden Angaben knapp 24.000 Menschen in der Region mit Strom, Gas und Fernwärme. Mit dem neuen Projekt setzen sie ihren Umbau hin zu einer nachhaltigen Energiegewinnung fort.

Ab 2029 sollen jedes Jahr mindestens 60.000 Megawattstunden industrielle Abwärme aus Großräschen nach Senftenberg geliefert werden.

Abfallwärme vom Standort Großräschen wird nutzbar

In Großräschen betreibt EEW Energy from Waste auf einem ehemaligen Kohlestandort ein Ersatzbrennstoffwerk und eine Müllverbrennungsanlage. Dort werden pro Jahr fast 300.000 Tonnen Abfälle thermisch verarbeitet und in Energie mit einer Gesamtleistung von 66 Megawatt umgewandelt. Genau diese ohnehin entstehende Wärme soll künftig stärker für die klimafreundliche Fernwärme Senftenberg genutzt werden.

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Autor: Redaktion

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