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Talsperre Spremberg reinigt die Spree immer besser

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 11. März 2026“.Liveblog ansehen

Die Talsperre Spremberg wird immer wichtiger für die Wasserqualität der Lausitzer Spree. Neue Daten zeigen jetzt: Die Anlage filtert inzwischen rund 88 Prozent des Eisens aus dem Fluss – so viel wie noch nie seit Beginn der Messungen.

Damit verbessert sich die Wasserqualität der Spree deutlich. Hinter der Talsperre Spremberg ist das Wasser inzwischen so klar, dass sich Eisenpartikel mit bloßem Auge kaum noch erkennen lassen.


Rostbraunes Wasser aus Bergbaufolgen

Das Problem ist seit Jahren bekannt: Aus ehemaligen und aktiven Braunkohletagebauen gelangen winzige Eisenpartikel in die Spree. Sie färben das Wasser rostbraun.

Die Teilchen sind zwar nicht giftig, können aber Pflanzen und Tiere im Wasser belasten. Sie nehmen dem Fluss Licht und beeinträchtigen damit das Ökosystem.

Genau hier setzt die Reinigung an der Talsperre Spremberg an.


So funktioniert die „Waschmaschine der Spree“

Vor der Talsperre betreibt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) eine spezielle Filteranlage.

Dem Spreewasser wird zunächst Kalk zugesetzt, um Säuren aus dem Bergbau zu neutralisieren. Anschließend sorgt ein weiteres Mittel dafür, dass sich die Eisenpartikel miteinander verbinden.

Es entstehen schwere Flocken, die in der Vorsperre Bühlow zu Boden sinken. Das gereinigte Wasser fließt danach weiter durch die Talsperre Spremberg in Richtung Cottbus, Spreewald und Berlin.


Eisenschlamm wird inzwischen weiterverwertet

Am Boden der Vorsperre sammelt sich der sogenannte Eisenschlamm. Früher galt er als Abfall – heute wird er zunehmend als Rohstoff genutzt.

Allein im Jahr 2025 wurden etwa 23.000 Tonnen aus dem Becken abgesaugt. Ein Großteil davon wird in Biogasanlagen eingesetzt, um Gase zu reinigen. Ein anderer Teil dient als Zusatzstoff in Baumaterialien, etwa im Straßenbau.


Tiere profitieren vom klareren Wasser

Auch für die Natur gibt es positive Entwicklungen. Untersuchungen zeigen: Fische und Muscheln fühlen sich im gereinigten Wasser deutlich wohler.

Die Reinigung mit Kalk hat nach bisherigen Erkenntnissen keine negativen Auswirkungen auf die Tierwelt.

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Autor: Redaktion

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