Ein brennender Wald

Brandenburg startet in die Waldbrandsaison – schon jetzt Gefahrenstufe 3

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 3. März 2026“.Liveblog ansehen

Mit dem März startet die Waldbrandsaison in Brandenburg – und die Situation ist bereits angespannt. Weil es seit Wochen zu trocken ist, gilt in den meisten Landkreisen schon jetzt die mittlere Waldbrandgefahrenstufe 3.

Waldbrandsaison in Brandenburg: Trockenheit erhöht Risiko deutlich

Ab sofort veröffentlicht das Ministerium für Land und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz täglich die aktuellen Waldbrandgefahrenstufen. Gleichzeitig stehen die beiden Waldbrandzentralen des Landesbetriebs Forst Brandenburg in Wünsdorf und Eberswalde bereit, sobald sich die Lage zuspitzt.

Brandenburg trägt bundesweit eines der höchsten Waldbrandrisiken. Das liegt vor allem an den sandigen Böden und an großen, zusammenhängenden Kiefernwäldern. Deshalb arbeiten Forstleute und Feuerwehren eng zusammen. Sie kontrollieren gefährdete Gebiete, reagieren schnell auf Rauchentwicklungen und greifen früh ein, damit sich Brände nicht ausbreiten. So halten sie die betroffenen Flächen in kampfmittelunbelasteten Wäldern meist klein.

Laubmischwälder senken Waldbrandgefahr nachhaltig

Die wichtigste Maßnahme bleibt jedoch die Prävention. Denn je weniger leicht brennbares Material im Wald steht, desto geringer fällt das Risiko aus. Genau hier setzt der Waldumbau an.

Reine Kiefernwälder sollen sich schrittweise zu strukturreichen Laubmischwäldern entwickeln. Laubbäume enthalten mehr Feuchtigkeit und bremsen Feuer deshalb deutlich stärker. Damit junge Bäume natürlich nachwachsen, braucht es allerdings angepasste Wildbestände. Stimmen diese Rahmenbedingungen, lässt sich der Umbau großflächig und effizient umsetzen.

Mehr Löschwasser und bessere Wege

Außerdem stärkt das Land die Infrastruktur im Wald. 2025 entstanden durch Pachtverträge im Privatwald 90 neue Löschwasserbrunnen. 2026 sollen weitere folgen.

Zusätzlich fördert Brandenburg:

  • die Instandsetzung von Waldwegen mit 90 Prozent
  • die Errichtung von Waldbrandschutzstreifen, -riegeln und Löschwasserentnahmestellen sogar zu 100 Prozent

Der Deutsche Wetterdienst berechnet täglich die Waldbrandgefahrenstufen für jeden Landkreis.

2025 registrierten die Behörden 305 Waldbrände. Insgesamt brannten rund 247 Hektar Fläche.

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Autor: Redaktion

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