So will Brandenburg den Radverkehr stärken

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Das landesweite Radnetz für Brandenburg ist veröffentlicht worden. Mit dem neuen Konzept wird erstmals landesweit festgelegt, welche Radverbindungen für den Alltagsradverkehr als besonders bedeutsam eingestuft werden. Damit soll nicht nur mehr Orientierung geschaffen, sondern auch der gezielte Ausbau der Infrastruktur vorbereitet werden.

Landesweites Radnetz Brandenburg wird als strategische Grundlage genutzt

Durch das landesweite Radnetz wird ein konzeptioneller Rahmen geschaffen, auf dessen Basis die künftige Entwicklung der Radverkehrsinfrastruktur abgestimmt werden soll. Dabei werden Verbindungen zwischen Städten und Gemeinden definiert, die vor allem für Schulwege, Arbeitswege sowie Freizeitfahrten relevant sind.

Erstmals ist baulastträgerübergreifend festgelegt worden, welche Strecken Priorität erhalten. Dadurch können Planungen von Land, Landkreisen, kreisfreien Städten und Gemeinden stärker miteinander verzahnt werden, sodass durchgehende und sichere Radverkehrsverbindungen ermöglicht werden.

Lücken im Netz sollen schrittweise geschlossen werden

Im Zielnetz wird aufgezeigt, wo Radverkehrsanlagen bereits vorhanden sind und wo zusätzlicher Ausbaubedarf besteht. Während einzelne Abschnitte schon heute über unterschiedliche Radverkehrsanlagen verfügen, sind andere Strecken bislang ohne eigene Infrastruktur.

Insbesondere dort, wo der Radverkehr nicht sicher auf der Fahrbahn geführt werden kann, soll künftig investiert werden. Auf diese Weise sollen Lücken im bestehenden Netz schrittweise geschlossen und bestehende Verbindungen qualitativ verbessert werden.

Mehr Transparenz und bessere Planbarkeit

Zugleich wird durch das Konzept mehr Transparenz geschaffen, da auf einen Blick erkennbar wird, welche Verbindungen als besonders wichtig eingestuft worden sind. Dadurch wird die fachliche Abstimmung mit Kommunen und Verbänden erleichtert, während politische Entscheidungen nachvollziehbarer vorbereitet werden können.

Darüber hinaus kann besser eingeschätzt werden, an welchen Stellen Investitionen eine besonders große Wirkung entfalten können, sodass vorhandene Mittel gezielter eingesetzt werden.

Bestandteil der Radverkehrsstrategie 2030

Die Erstellung des Zielnetzes gilt als zentrale Maßnahme der Radverkehrsstrategie 2030. Mit dem abgestimmten Vorgehen sollen Synergien genutzt werden, indem bislang getrennte Planungen stärker zusammengeführt werden.

Gleichzeitig sollen die Bedürfnisse der Radfahrenden konsequenter berücksichtigt werden, damit der Alltagsradverkehr landesweit gestärkt werden kann. Somit wird ein langfristiger Fahrplan vorgelegt, durch den der Radverkehr in Brandenburg systematisch weiterentwickelt werden soll.

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Autor: Redaktion

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