Autofahrende in Brandenburg haben 2025 deutlich mehr Zeit im Stau verbracht als im Jahr zuvor. Das zeigt die aktuelle ADAC Staubilanz. Obwohl es insgesamt weniger Staumeldungen gab, stieg die reine Staudauer spürbar an. Unterm Strich standen Autofahrerinnen und Autofahrer in Brandenburg mehr als 23.000 Stunden auf Autobahnen still – so viel wie seit Jahren nicht mehr.
ADAC Staubilanz zeigt: Weniger Staus, aber mehr Stillstand
Die ADAC Staubilanz macht deutlich, was viele Pendler im Alltag längst spüren. Die Zahl der gemeldeten Staus in Brandenburg ist leicht gesunken. Gleichzeitig wurden diese Staus aber länger, zäher und nervenaufreibender. Insgesamt summierten sich die Staus auf mehr als 30.000 Kilometer – ein Wert, der sogar über dem Vorjahr liegt.
Gerade im Berufsverkehr bedeutete das für viele Menschen: Man steht nicht ständig im Stau, dafür aber deutlich länger, wenn es einen erwischt.
Sommer und Herbst besonders belastend
Besonders angespannt war die Lage in den Sommermonaten. Zwischen Juni und August trafen Pendlerverkehr, Baustellen und Urlaubsreisen aufeinander. Auch der Oktober sticht in der ADAC Staubilanz heraus. In diesem Monat verloren Autofahrende in Brandenburg so viel Zeit im Stau wie sonst zu keiner anderen Jahreszeit.
Wann es in Brandenburg am häufigsten stockt
Typisch für Brandenburg ist der Wochenverlauf. Laut ADAC Staubilanz entstehen die längsten Wartezeiten vor allem montags, wenn der Berufsverkehr nach dem Wochenende wieder voll einsetzt. Auch der frühe Morgen und der späte Nachmittag bleiben die kritischsten Zeiten. Freitags beginnt die Staugefahr oft schon deutlich früher, wenn Berufs- und Freizeitverkehr ineinander greifen.
Der Berliner Ring bleibt Brandenburgs größte Staufalle
Mit großem Abstand ist der Berliner Ring (A10) die Autobahn mit den meisten und längsten Staus in Brandenburg. Tausende Staus, viele davon über mehrere Kilometer, sorgten dort für besonders viel Stillstand. Auch die A12, die A115 und die A13 gehören zu den Strecken, auf denen Autofahrende 2025 besonders viel Geduld brauchten.
Gründe sind vor allem Baustellen, hohes Verkehrsaufkommen und die wichtige Rolle Brandenburgs als Transit- und Pendlerregion.
Ausblick: Entspannung ist nicht in Sicht
Für 2026 rechnet der ADAC in Brandenburg mit weiter zunehmendem Verkehr. Viele Baustellen bleiben notwendig, um marode Brücken und Straßen zu sanieren. Kurzfristig wird das die Stausituation kaum entspannen. Langfristig sollen genau diese Maßnahmen aber verhindern, dass es noch schlimmer wird.
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