Hilfe für Cottbuser Denkmal: Land fördert Nikolaikirche mit 20.000 Euro

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20.000 Euro für die Oberkirche St. Nikolai in Cottbus. Das Land Brandenburg unterstützt die dringend nötige Sanierung der Strebepfeiler der Oberkirche mit Mitteln aus der Denkmalhilfe. Ziel ist es, die Statik der Kirche zu sichern und eines der wichtigsten historischen Bauwerke der Lausitz langfristig zu erhalten.


Hilfe für ein gefährdetes Denkmal

Die Förderung kommt genau dort an, wo sie gebraucht wird. Die Strebepfeiler der Oberkirche St. Nikolai gelten als sanierungsbedürftig. Ohne die Arbeiten wäre die Standfestigkeit des Bauwerks langfristig gefährdet. Mit den 20.000 Euro aus der Denkmalhilfe können nun konkrete Sicherungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Die Nikolaikirche Cottbus ist eine spätgotische Backsteinkirche und gilt als die größte mittelalterliche Kirche der Niederlausitz. Bereits 1156 ist an diesem Ort erstmals eine Kirche urkundlich belegt. Der Bau des heutigen Sakralgebäudes begann im 15. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert vollendet.

Im Jahr 1537 wurde die Kirche im Zuge der Reformation evangelisch. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts folgte eine umfassende Sanierung. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs brannte die Kirche vollständig aus. Der Wiederaufbau dauerte mehrere Jahre. 1955 wurde die Nikolaikirche neu eingeweiht und ist seitdem wieder ein fester Bestandteil des Stadtbildes von Cottbus.


Warum Denkmalschutz kein Luxus ist

Denkmalschutz bewahrt Geschichte und Identität. Historische Kirchen, Schlösser oder Industriebauten prägen Städte und Regionen. Sie erzählen, wo wir herkommen. Gerade deshalb unterstützt das Land Brandenburg gefährdete Denkmale gezielt. Jährlich stehen dafür rund zwei Millionen Euro aus der Denkmalhilfe zur Verfügung.


Millionen für Denkmale in Brandenburg

Neben der aktuellen Förderung für die Nikolaikirche stellt das Land Brandenburg in diesem Jahr insgesamt rund 25 Millionen Euro für die Denkmalpflege bereit. Die Mittel fließen unter anderem an Kirchen, Stiftungen und in Bundesprogramme zum Erhalt historischer Bausubstanz. Landesweit gibt es rund 25.000 eingetragene Denkmale, darunter Bau-, Kunst- und Bodendenkmale.

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Autor: Redaktion

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