Ein gelbes DHL Auto aus Symbolbild

DHL zieht Warnung vor gefälschten Benachrichtigungskarten zurück

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Der Paketdienst DHL hat eine zuvor veröffentlichte Warnung vor angeblich manipulierten Zustellbenachrichtigungskarten zurückgezogen. Nach internen Prüfungen stehe fest: Der kursierende Vorwurf eines Betrugs mit QR-Codes beruht auf einer Falschmeldung.


DHL Warnung gefälschte Benachrichtigungskarten offenbar unbegründet

Seit mehreren Tagen verbreitete sich in sozialen Netzwerken eine Warnung vor angeblich gefälschten DHL-Benachrichtigungskarten. Der Vorwurf: Kriminelle wollten mit manipulierten QR-Codes Daten abgreifen – sogenanntes Quishing. Auch DHL selbst hatte den Hinweis zeitweise auf der eigenen Webseite aufgegriffen.

Inzwischen ist klar: Der QR-Code auf der vielfach geteilten Karte führte nicht auf eine betrügerische Seite, sondern direkt zur offiziellen DHL-Webseite.


Fact-Checker decken Falschmeldung auf

Auf die Ungereimtheiten aufmerksam gemacht hatte die Fact-Checking-Plattform Mimikama. Dort wurde festgestellt, dass immer wieder dasselbe Foto einer Benachrichtigungskarte verbreitet wurde – verbunden mit unbelegten Betrugsvorwürfen.

Auch DHL konnte den Besitzer der betroffenen Karte ausfindig machen. In einem Gespräch bestätigte sich: Kein Betrugsversuch, keine Manipulation.


DHL: Keine einzige manipulierte Karte bekannt

Nach Angaben des Unternehmens ist bundesweit keine einzige manipulierte Benachrichtigungskarte aufgetaucht. Weder DHL selbst noch Polizei oder Zusteller hätten jemals ein entsprechendes Exemplar gesehen.

Dennoch war am Freitagmittag auf der DHL-Webseite weiterhin ein allgemeiner Warnhinweis zu gefälschten Karten abrufbar. Dieser solle nach Angaben des Sprechers zeitnah entfernt werden.


Polizei kennt Masche – aber keine Anzeigen

Auch die Polizeidirektion Südbrandenburg erklärte, dass ihr entsprechende Betrugsmaschen grundsätzlich bekannt seien. Konkrete Anzeigen zu gefälschten DHL-Benachrichtigungskarten lägen jedoch nicht vor.


Fazit: Vorsicht ja – Panik nein

Der aktuelle Fall zeigt, wie schnell sich Warnmeldungen verbreiten können – selbst dann, wenn sie sich später als falsch herausstellen. Wachsamkeit im Umgang mit QR-Codes bleibt wichtig, ein akuter Betrugsfall mit DHL-Karten liegt nach aktuellem Stand jedoch nicht vor.

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Autor: Redaktion

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