Große Fluten blieben im vergangenen Jahr zwar aus – die Erfahrungen aus früheren Hochwasserlagen zeigen aber klar: Beim Hochwasserschutz darf nicht nachgelassen werden. Genau deshalb hat das Land 2025 weiter kräftig investiert und blickt bereits auf neue Projekte für 2026.
Hochwasserschutz 2025: Keine großen Fluten, aber klare Lehren
Auch ohne schwere Hochwasserereignisse bleibt der Hochwasserschutz ein zentrales Thema in Brandenburg. Die Überschwemmungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell Orte, Infrastruktur und Menschen in Gefahr geraten können.
2025 wurden deshalb Deiche verstärkt, Schutzwände ausgebaut und neue Anlagen ergänzt.
Diese Projekte wurden 2025 abgeschlossen
Entlang großer Flüsse wie Elbe, Lausitzer Neiße und Schwarzer Elster wurden mehrere wichtige Maßnahmen fertiggestellt.
- Elbe in der Prignitz: In mehreren Orten wurden Deiche saniert, verstärkt oder komplett erneuert. Insgesamt flossen hier mehrere Millionen Euro in den Hochwasserschutz.
- Lausitzer Neiße in Guben: Die Hochwasserschutzwand wurde ertüchtigt und ein neuer Deichverteidigungsweg gebaut.
- Schwarze Elster bei Herzberg: Mehrere Bauabschnitte stärkten Deiche auf über einem Kilometer Länge.
Allein 2025 wurden dafür rund 23 Millionen Euro aus EU-, Bundes- und Landesmitteln investiert.
Hochwasserschutz 2026: Das ist geplant
Auch im kommenden Jahr geht der Hochwasserschutz weiter. Zahlreiche neue Projekte stehen bereits fest:
- Weitere Deichverstärkungen an der Elbe
- Ausbau des Hochwasserschutzes an der Schwarzen Elster
- Maßnahmen an kleineren Flüssen zur besseren Wasserableitung
- Abschluss großer Bauarbeiten in Frankfurt (Oder), inklusive Ufermauer und Stadtpromenade
Für 2026 sind Investitionen zwischen 30 und 35 Millionen Euro geplant.
Warum Hochwasserschutz langfristig entscheidend bleibt
Seit 1997 hat Brandenburg bereits rund 900 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Zusätzlich fließen jedes Jahr etwa 9 Millionen Euro in Wartung und Unterhaltung der Anlagen.
Ziel ist es, Flüsse gezielt mehr Raum zu geben, Deiche sicherer zu machen und Orte besser zu schützen – auch mit kontrollierten Überflutungsflächen.
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