Die Eisenhütte Ortrand ist gerettet. Fast genau ein Jahr nach Beginn des Insolvenzverfahrens steht fest: Der Standort in Oberspreewald-Lausitz bleibt erhalten. Rund 200 Arbeitsplätze sind gesichert.
Fortführungskonzept bringt die Wende
Nach Monaten der Unsicherheit gibt es für die Eisenhütte eine tragfähige Perspektive. Ein neues Fortführungskonzept macht es möglich, den Betrieb langfristig weiterzuführen.
Für die Region ist das ein starkes Signal. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sorgt diese Nachricht für spürbare Erleichterung bei den Beschäftigten und ihren Familien.
Neuer Eigentümer übernimmt den Betrieb
Das operative Geschäft der Eisenhütte Ortrand wird von der international tätigen Kutluk Gruppe übernommen. Maschinen, Anlagen und das laufende Geschäft gehen in die neu gegründete Ortrander Gusstechnik GmbH über.
Der offizielle Übergang ist zum 1. Januar geplant. Damit startet der Standort mit neuem Namen und neuer Struktur in die Zukunft.
Insolvenzverwalter Olaf Seidel betont, dass eine solche Lösung in der aktuellen Lage der Gießerei- und Metallindustrie alles andere als selbstverständlich ist.
Viele Betriebe finden derzeit keinen Ausweg aus der Krise. Für Ortrand bedeutet der Verkauf eine echte Perspektive für Standort und Belegschaft.
Besonders hervorgehoben wird der Einsatz der Mitarbeitenden. Die Belegschaft habe in einer extrem belastenden Phase Zusammenhalt, Disziplin und Loyalität gezeigt. Dieser Einsatz war entscheidend dafür, dass der Investor von der Zukunftsfähigkeit der Eisenhütte überzeugt werden konnte.
Neuer Geschäftsführer bereits vor Ort
Neuer Geschäftsführer der Ortrander Gusstechnik GmbH wird Sunay Memet Aga. Er ist bereits nach Ortrand gezogen und verschafft sich vor Ort einen ersten Eindruck vom Betrieb.
Die Mitarbeitenden wurden am Mittwoch umfassend über die weiteren Schritte informiert.
Zweite Insolvenz, aber neue Perspektive
Für die Eisenhütte Ortrand war es bereits das zweite Insolvenzverfahren. Schon 2019 hatte der Wegfall von Aufträgen aus der Autoindustrie zu großen Problemen geführt. Dieses Mal endet die Krise jedoch mit einer klaren Zukunftsperspektive für den Standort und die Region.
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