Gute Nachrichten für das Krankenhauspersonal in Spremberg: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Spremberger Krankenhausgesellschaft haben sich auf eine Tarifeinigung für rund 300 Beschäftigte geeinigt – inklusive der Kita-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Ab 1. Januar 2026 steigen die Löhne in zwei Stufen um insgesamt neun Prozent.
Mehr Geld, mehr Wertschätzung
Der neue Tarifvertrag bringt deutliche Verbesserungen:
Zum 1. Januar 2026 steigen die Gehälter zunächst um 4 Prozent, mindestens aber um 120 Euro. Im zweiten Schritt zum 1. Januar 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 5 Prozent.
Auch Zulagen und Sonderzahlungen werden deutlich aufgewertet. Die Schichtzulage wächst von 40 auf 100 Euro, die Wechselschichtzulage steigt auf 205 Euro, und wer regelmäßig Spät- oder Nachtdienste übernimmt, erhält künftig 270 Euro monatlich.
Zusätzlich erhöht sich der Nachtzuschlag auf 5 Euro je Nachtstunde, und die Jahressonderzahlung – also das Weihnachtsgeld – wächst um 600 Euro.
Bessere Bedingungen für Pflege und Ausbildung
Für Praxisanleiterinnen und -anleiter in der Pflegeausbildung gibt es künftig monatlich 150 bis 300 Euro zusätzlich – je nach Umfang der praktischen Betreuung.
Auch ver.di-Mitglieder profitieren besonders: Wer bereits seit Dezember 2025 Mitglied ist, erhält im Jahr 2026 zwei zusätzliche bezahlte freie Tage, 2027 folgt ein weiterer. Ab 2027 steigt außerdem der Jahresurlaub von 30 auf 31 Tage.
Wichtiger Schritt nach schwierigen Jahren
Die Tarifeinigung gilt für 24 Monate und steht unter einer Erklärungsfrist bis 15. Januar 2026. Damit ist nicht nur ein gutes Ergebnis erzielt worden, sondern auch Vertrauen in die Zukunft des Spremberger Krankenhauses gestärkt.
Noch 2022 hatte das Haus im Schutzschirmverfahren gestanden, um eine Insolvenz abzuwenden. Durch die Kapitalaufstockung der Stadt Spremberg und die Beteiligung des Fördervereins Krankenhaus Spremberg e. V. wird die Klinik stabilisiert.
ver.di-Verhandlungsführer Ralf Franke betont:
„Mit dieser Tarifeinigung wurde ein weiterer Schritt zur Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst erzielt. Der Abstand zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst konnte mit dieser Tarifeinigung weiter verringert werden“
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