Berlin und Brandenburg wollen den Weg von Forschungsergebnissen in neue Start-ups vereinfachen. Dafür wurde jetzt ein neuer gemeinsamer Leitfaden vorgestellt. Das sogenannte Berlin Model – Tech Transfer Framework soll Wissenschaftseinrichtungen und Gründerinnen und Gründern einen einheitlichen und rechtssicheren Rahmen für den Umgang mit geistigem Eigentum geben.
Neuer Leitfaden für Technologietransfer schafft klare Regeln
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Erfindungen, Technologien und andere schutzfähige Forschungsergebnisse aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in junge Unternehmen überführt werden können.
Der Leitfaden beschreibt dafür verschiedene Wege, wie sogenannte IP-Rechte geregelt, genutzt und übertragen werden können. IP steht für Intellectual Property, also geistiges Eigentum.
Ziel ist ein möglichst klarer und standardisierter Ablauf bei wissenschaftsbasierten Ausgründungen.
Von der Forschung schneller in die Anwendung
Wissenschaftsstaatssekretär Tobias Dünow betonte bei der Vorstellung in Potsdam, dass innovative Ideen nicht im Labor bleiben sollten. Forschungsergebnisse und Technologietransfers könnten dazu beitragen, Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln.
Das neue Modell soll dabei helfen, den Umgang mit geistigem Eigentum bei Ausgründungen strukturiert und rechtssicher zu gestalten.
IP-Audit und Scorecard sollen Start-ups helfen
Der Leitfaden sieht mehrere Schritte vor. Zunächst soll ein IP-Audit klären, welche Rechte bei einer geplanten Ausgründung relevant sind.
Anschließend ermöglicht eine sogenannte IP-Scorecard eine strukturierte Bewertung. Verschiedene Transfermodelle sollen schließlich dabei helfen, die Interessen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit den Anforderungen junger und häufig auf Investitionen angewiesener Unternehmen zusammenzubringen.
Hochschulen und Forschungseinrichtungen beteiligt
Entwickelt wurde das Modell von der Berlin-Brandenburger Start-up Factory Just Unite to Innovate, kurz JUNI, gemeinsam mit Wissenschaftseinrichtungen aus beiden Bundesländern.
An der Erarbeitung beteiligt waren unter anderem das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung und die Universität Potsdam.
An der Präsentation nahmen Vertreterinnen und Vertreter von rund 15 Brandenburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen teil.
Der Leitfaden soll zugleich ein weiterer Baustein für die gemeinsame Start-up Factory von Berlin und Brandenburg sein.
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