Batteriespeicher

Batteriespeicher bei Heinersbrück: LEAG startet Bau für neues Energieprojekt

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 13. August 2026“.Liveblog ansehen

Bei Heinersbrück hat der Bau eines neuen großen Batteriespeichers begonnen. Die LEAG Clean Power GmbH errichtet die GridBattery Heinersbrück mit einer Anschlussleistung von 100 Megawatt und einer Speicherkapazität von 400 Megawattstunden. Künftig sollen dort Batteriespeicher, Windenergie und Photovoltaik über einen gemeinsamen Netzanschlusspunkt verbunden werden.

Batteriespeicher bei Heinersbrück: 400 Megawattstunden Speicherkapazität

Die neue Batterie entsteht auf einer früheren Tagebaurandfläche. Sie soll Strom aus erneuerbaren Energien aufnehmen können, wenn dieser nicht unmittelbar benötigt wird, und ihn später wieder zur Verfügung stellen.

Für die Planung, Lieferung und Errichtung arbeitet LEAG Clean Power mit Fluence Energy zusammen. Zum Einsatz kommen Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Fluence übernimmt außerdem die Systemintegration und schlüsselfertige Realisierung.

Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant.

Windpark und Photovoltaikanlage werden eingebunden

Eine Besonderheit des Projekts ist der gemeinsame Netzanschluss. Neben dem Batteriespeicher sollen auch der Windpark Forst-Briesnig 2 und die Photovoltaikanlage Bohrau 1 darüber mit dem Stromnetz verbunden werden.

Beide Erneuerbare-Energien-Projekte befinden sich in der Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus Jänschwalde und stehen nach Angaben der LEAG kurz vor ihrer Fertigstellung.

Das bestehende Umspannwerk Heinersbrück wurde dafür zu einem hybriden Netzanschlusspunkt erweitert. Unter anderem kamen zusätzliche Schaltfelder hinzu, außerdem wurden Schutz- und Leittechnik angepasst.

LEAG will Stromnetz effizienter nutzen

Durch die Kombination von Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher an einem Netzanschlusspunkt sollen vorhandene Netzkapazitäten effizienter genutzt werden.

Überschüssiger Strom aus Wind- und Solaranlagen kann im Batteriespeicher zwischengespeichert und dann bereitgestellt werden, wenn er gebraucht wird. Nach Angaben der LEAG soll das auch zur Entlastung der Stromnetze beitragen.

Für LEAG Clean Power ist Heinersbrück nicht das einzige große Speicherprojekt in der Region. Gemeinsam mit Fluence plant das Unternehmen am Kraftwerksstandort Jänschwalde die GigaBattery Jänschwalde 1000 mit einer vorgesehenen Speicherkapazität von 4.000 Megawattstunden.

Die GridBattery Heinersbrück wird mit Fördermitteln der Europäischen Union aus dem Just Transition Fund unterstützt.

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Autor: Redaktion

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