Nach weiteren Nachweisen der Amerikanischen Faulbrut im Landkreis Dahme-Spreewald müssen zahlreiche Imkerinnen und Imker jetzt handeln. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz hat für betroffene Bienenhaltungen eine Untersuchungspflicht angeordnet.
410 Bienenvölker müssen untersucht werden
Die Maßnahme soll helfen, mögliche weitere Ausbrüche frühzeitig zu erkennen und die Verbreitung der Tierseuche einzudämmen.
Ausgangspunkt war ein Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut Mitte Juli in der Nähe von Mittenwalde. Danach wurden im Landkreis weitere Fälle bestätigt. In zwei eingerichteten Sperrbezirken sind nach Angaben der Behörde aktuell sieben Bienenstandorte mit 40 Völkern betroffen.
Mit der jetzt angeordneten Beprobung will das Veterinäramt klären, ob sich die Seuche bereits auf weitere Bestände ausgebreitet hat.
Faulbrut bedroht den Nachwuchs der Bienen
Die Amerikanische Faulbrut ist eine ernste Tierseuche, betrifft aber nicht den Menschen.
Gefährlich ist sie vor allem für die Bienenbrut. Die Krankheit zerstört Larven und kann dadurch ganze Völker massiv schwächen oder zum Absterben bringen. Erwachsene Bienen erkranken zwar nicht selbst, können den Erreger aber weitertragen.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher gibt es Entwarnung. Honig und andere Bienenprodukte können weiter gegessen werden. Nach Angaben des Imkerverbandes besteht für Menschen keine Gefahr. Die Maßnahmen richten sich deshalb nicht gegen den Verkauf oder Verzehr von Honig, sondern gegen die weitere Ausbreitung der Seuche unter Bienenvölkern.
Frist läuft bis Ende August
Bis zum 30. August müssen die betroffenen Imkerinnen und Imker in Dahme-Spreewald die Proben abgeben. Erst durch die Untersuchungen kann das Veterinäramt genauer einschätzen, welche Bestände betroffen sind und welche weiteren Schritte nötig werden.
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