Polizeiauto ©Martin Borscht / Blaulichtreport Lausitz

Brandenburg weitet Pilotprojekt mit Polizeiassistenten aus

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Brandenburg will das Pilotprojekt mit Polizeiassistenten ausweiten. Nach ersten Erfahrungen in der Polizeidirektion Nord sollen künftig auch die drei weiteren Polizeidirektionen entsprechende Stellen testen. Das Innenministerium und die Brandenburger Polizei ziehen bislang eine positive Zwischenbilanz.

Entlastung für Polizeibeamte im Alltag

Seit April läuft das Pilotprojekt in der Polizeidirektion Nord. Dort sind fünf Polizeiassistenten im Einsatz.

Sie unterstützen unter anderem bei Tätigkeiten im Wachbereich, bei Bürgerkontakt, Anzeigenaufnahme und einfacher Sachbearbeitung. Auch unterstützende Aufgaben im Umfeld der Kriminalpolizei können dazugehören.

Gefährliche Einsätze, hoheitliche Kernaufgaben, Waffen oder Uniformen sind für die Polizeiassistenten in Brandenburg nicht vorgesehen. Die Verantwortlichen betonen, dass damit keine zweite oder abgeschwächte Polizei geschaffen werden soll.

Mehr Zeit für Präsenz und Einsätze

Ziel des Modells ist es, Polizeivollzugsbeamte von Aufgaben zu entlasten, für die nicht zwingend eine voll ausgebildete Polizistin oder ein voll ausgebildeter Polizist gebraucht wird.

Wenn solche Tätigkeiten von Polizeiassistenten übernommen werden, können Beamte stärker für Streifen, Einsätze und sichtbare Präsenz im öffentlichen Raum eingesetzt werden. Auch bei der Kriminalpolizei sollen zusätzliche unterstützende Kräfte Abläufe beschleunigen und die Bearbeitung von Vorgängen erleichtern.

Pilotprojekt wird ausgeweitet

Nach Berichten des rbbs bewertet das Brandenburger Innenministerium den bisherigen Verlauf des Projektes positiv. Deshalb sollen nun auch die drei übrigen Polizeidirektionen in Brandenburg jeweils fünf Polizeiassistenten einsetzen. Eine endgültige Bewertung des Projekts steht aber noch aus.

Die wesentlichen Ergebnisse sollen bis Mitte 2027 zusammengefasst werden. Danach soll entschieden werden, ob und in welcher Form das Modell dauerhaft weitergeführt wird.

Gewerkschaft fordert einheitliche Ausbildung

Die Gewerkschaft der Polizei fordert eine gründliche Auswertung des Projekts. Sollte das Modell dauerhaft ausgeweitet werden, spricht sich die Gewerkschaft für eine einheitliche Ausbildung aus. Diese sollte aus ihrer Sicht über die Hochschule der Polizei organisiert werden, damit klare Standards und Qualität gesichert sind.

Bisher umfasst die Ausbildung der Polizeiassistenten einen fünfwöchigen Lehrgang. Infrage kommen Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung, zum Beispiel aus Verwaltung, IT oder Rechtspflege.

Entscheidung fällt nach Auswertung

Noch ist offen, ob Polizeiassistenten dauerhaft Teil der Brandenburger Polizei werden. Das Pilotprojekt soll zeigen, ob die Entlastung im Alltag funktioniert und ob die zusätzlichen Kräfte tatsächlich mehr Präsenz von Polizeivollzugsbeamten ermöglichen. Die endgültige Entscheidung soll nach der Auswertung bis Mitte 2027 fallen.

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Foto: Martin Borscht / Blaulichtreport Lausitz

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Autor: Redaktion

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