Drei braune Rinder auf einer Weide

Agroforstwirtschaft soll Weidetiere besser vor Hitze schützen

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 2. Juli 2026“.Liveblog ansehen

Bäume und Gehölzstreifen auf Weideflächen könnten Tieren bei Hitze mehr Schutz bieten und gleichzeitig Grünland widerstandsfähiger gegen Trockenheit machen. Der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft mit Sitz in Cottbus fordert deshalb, die Agroforstwirtschaft auf Grünland leichter zu ermöglichen.

Agroforstwirtschaft verbindet Bäume und Weideflächen

Bei der Agroforstwirtschaft werden Bäume oder Gehölzstreifen gezielt in landwirtschaftliche Flächen integriert. Auf Grünland können Baumreihen Schatten spenden. Tiere haben dadurch die Möglichkeit, sich bei starker Sonne in kühlere Bereiche zurückzuziehen. Das kann ihr Wohlbefinden verbessern und die Weidehaltung tiergerechter machen.

Der Fachverband vergleicht jeden Baum dabei mit einer natürlichen Klimaanlage für Tiere und Böden.

Hitze und Trockenheit setzen Grünland zu

Längere Trockenphasen und hohe Temperaturen belasten viele Grünlandflächen bereits heute. Das Gras wächst schlechter, die Futtermenge sinkt und landwirtschaftliche Betriebe müssen mit Ertragseinbußen rechnen.

Gehölze können das Mikroklima auf einer Fläche verändern. Sie können die Verdunstung verringern und damit helfen, dass Böden und Pflanzen mit Trockenheit besser zurechtkommen.

Ob und wie stark sich das auf Erträge auswirkt, hängt laut Fachverband aber immer von Standort, Planung und Bewirtschaftung ab.

Zusätzliche Einnahmen für landwirtschaftliche Betriebe möglich

Die Agroforstwirtschaft soll nicht nur dem Tierwohl und dem Klima helfen, sondern kann für Betriebe auch wirtschaftlich interessant sein. Je nach gepflanzten Gehölzen sind zusätzliche Nutzungen denkbar – etwa durch Wertholz, Energieholz oder Früchte. Damit könnten landwirtschaftliche Betriebe ihre Einnahmequellen breiter aufstellen.

Gehölze auf Grünland müssen nicht automatisch im Widerspruch zum Naturschutz stehen. Entscheidend ist eine gute Planung. So können zum Beispiel größere Abstände zwischen Gehölzstreifen helfen, lichtliebende Arten und sensible Grünlandbiotope zu schützen. Der Fachverband betont, dass Agroforstsysteme an die jeweiligen Bedingungen vor Ort angepasst werden können.

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Autor: Redaktion

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