Die Serie von Angriffen auf Fahrkartenautomaten in Cottbus geht weiter. In der Nacht zu Samstag haben Unbekannte erneut versucht, einen Automaten von Cottbusverkehr zu sprengen – diesmal am Gelsenkircher Platz. Es ist bereits der vierte Vorfall innerhalb weniger Tage.
Lauter Knall mitten in der Nacht
Kurz nach Mitternacht meldeten Zeugen einen lauten Knall im Bereich des Automaten. Daraufhin rückte die Polizei mit mehreren Einsatzkräften aus. Diesmal hatten die Täter allerdings keinen Erfolg: Der Automat hielt der Explosion stand und wurde nicht zerstört. Außerdem befand sich nach Angaben von Cottbusverkehr bereits kein Bargeld mehr im Gerät.
Cottbusverkehr hatte Automaten vorsorglich geleert
Nach den vorherigen Angriffen hatte das Nahverkehrsunternehmen reagiert und zahlreiche stationäre Automaten vorsorglich außer Betrieb genommen oder komplett geleert. Betroffen waren unter anderem Standorte an: der Ottilienstraße, am Klinikum, am Bonnaskenplatz, am Stadtmuseum und an der Saarbrücker Straße. Genau diese Maßnahme dürfte den Tätern jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.
Fahrgäste können Tickets weiterhin: in den Kundenzentren, an mobilen Automaten in den Straßenbahnen, über die VBB-App sowie an bekannten Verkaufsstellen kaufen.
Mehrere schwere Fälle innerhalb weniger Tage
Die Anschlagsserie begann bereits am vergangenen Wochenende. Zunächst wurde ein Automat am Sportzentrum gesprengt. Wenige Tage später folgte ein weiterer Angriff in der Marienstraße. Besonders schwer war der Vorfall an der Haltestelle „Am Doll“ in der Sandower Hauptstraße. Dort wurde ein Automat komplett zerstört. Teile des Geräts flogen bis auf die andere Straßenseite und beschädigten sogar eine Bankfiliale. Der Gesamtschaden liegt inzwischen bei weit über 70.000 Euro.
Polizei sucht weiterhin nach den Tätern
Bislang gibt es noch keine Hinweise auf die Täter. Die Kriminalpolizei prüft aktuell, ob alle Fälle zusammenhängen.
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Foto: Luca W. / Blaulichtreport Lausitz
























