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DB Lübbenau Cottbus Bauarbeiten

Ein Jahr Vollsperrung: So kommen Pendler zwischen Cottbus und Lübbenau trotzdem nach Berlin

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 4. November 2026“.Liveblog ansehen

Ab dem 13. Dezember 2026 sperrt die Deutsche Bahn die Strecke zwischen Lübbenau und Cottbus für fast ein Jahr komplett. Bis zum 11. Dezember 2027 baut die Bahn dort das zweite Gleis. Pendler müssen sich auf Ersatzbusse und längere Fahrzeiten einstellen. Gleichzeitig bleibt Cottbus über einen umgeleiteten RE20 stündlich per Zug mit Berlin verbunden.

RE20 fährt über Calau nach Cottbus

Während der Sperrung endet der RE2 aus Richtung Berlin bereits in Lübbenau. Zwischen Lübbenau und Cottbus fahren stattdessen stündlich Ersatzbusse. Wer von Berlin direkt nach Cottbus fahren möchte, kann weiterhin den Zug nehmen. Der VBB verlängert den RE20 von Lübbenau über Calau bis Cottbus. Dadurch verlängert sich die Fahrt zwischen Berlin und Cottbus nach Angaben des VBB um rund 15 Minuten. Niklas Meckel vom VBB erklärt im Gespräch, dass die Fahrt während der regulären Sperrung etwa eine Stunde und 50 Minuten dauern soll. Heute benötigt die Verbindung ungefähr eine Stunde und 35 Minuten. Der umgeleitete RE20 erreicht Cottbus jeweils so, dass Reisende dort weiterhin wichtige Anschlüsse unter anderem nach Forst, Spremberg und Görlitz nutzen können.

Ersatzbusse fahren stündlich zwischen Lübbenau und Cottbus

Auch die Orte entlang der gesperrten Strecke bleiben angebunden. Der Ersatzbus für den RE2 fährt täglich im Stundentakt zwischen Lübbenau und Cottbus Hauptbahnhof. Auf dem Weg hält er unter anderem in Raddusch (Abzweig), Vetschau (Busbahnhof und ITS), Limberg (Gasthaus als Ersatzhaltestelle für Kunersdorf) und Kolkwitz sowie am Cottbuser Spreewaldbahnhof.

Die Busse starten in Lübbenau zwischen 5 Uhr morgens und 2 Uhr nachts. In Cottbus fahren sie zwischen 3 Uhr und Mitternacht ab. Für die morgendlichen Pendler plant der VBB zusätzlich eine schnellere Fahrt mit weniger Zwischenhalten. Nach Einschätzung des VBB reicht auf den Zwischenabschnitten in der Regel ein Gelenkbus mit Platz für ungefähr 100 Fahrgäste aus. Cottbus selbst behält durch den RE20 seine direkte Zugverbindung.

In drei Zeiträumen dauert die Fahrt deutlich länger

An einigen Tagen weitet die Bahn die Sperrung zusätzlich aus. Das betrifft den 13. bis 23. Dezember 2026, den 8. bis 15. Januar 2027 und den 24. September bis 1. Oktober 2027. Dann sperrt die Bahn zusätzlich den Abschnitt zwischen Lübben, Lübbenau und Calau. Der RE2 endet in diesen Phasen bereits in Lübben. Der RE20 fährt nur bis zum Flughafen BER und nicht weiter nach Cottbus. Zwischen Lübben, Lübbenau und Cottbus fahren dann zusätzliche Ersatzbusse. Eine Expresslinie verbindet Lübben, Lübbenau und Cottbus ohne Zwischenhalt zwischen Lübbenau und Cottbus. Laut VBB kann eine Fahrt zwischen Berlin und Cottbus in diesen Sonderphasen etwa zwei Stunden und 25 Minuten dauern.

Änderungen auch in Kolkwitz

Vom 2. Juli bis 9. August 2027 sperrt die Bahn zusätzlich den Bahnübergang zwischen Berliner Straße und Kolkwitzer Straße in Kolkwitz. Die Ersatzbusse halten während dieser Zeit nicht am Rathaus. Stattdessen fahren sie die Haltestellen Kolkwitz Schumannstraße und Kolkwitz Bahnhof Nord an.

Bahn baut nicht nur ein zweites Gleis

Auf der rund 29 Kilometer langen Strecke stehen umfangreiche Arbeiten an. Die Bahn errichtet neben dem zweiten Gleis auch eine neue Oberleitung. Außerdem passt sie zwölf Bahnübergänge an und erweitert sechs Eisenbahnbrücken sowie 18 Durchlässe, unter anderem für Bäche. Auch die Bahnhöfe verändern sich. In Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz baut die Bahn jeweils einen zusätzlichen Bahnsteig. Dazu kommen neue Schallschutzmaßnahmen sowie umfangreiche Arbeiten für den Natur- und Landschaftsschutz.

Schwieriger Baugrund im Spreewald

Eine besondere Herausforderung stellt der Boden im Spreewald dar. Projektleiter Peter Nußbaum von DB InfraGO erklärt im Gespräch, dass der feuchte Untergrund zusätzliche Arbeiten notwendig macht. Die Bahn saniert deshalb unter anderem drei Moorstellen, um den Untergrund der Gleise zu stabilisieren. Auch der Natur- und Artenschutz beeinflusst den Bauablauf. Die Bahn richtet unter anderem Ersatzlebensräume für Fledermäuse und Zauneidechsen ein und berücksichtigt entsprechende Schutzzeiten. Bei lärmintensiven Arbeiten will die Bahn betroffene Anwohner vorab informieren. In bestimmten Fällen können Anwohner laut Projektleitung auch einen Ersatzschlafraum erhalten. Zusätzlich errichtet die Bahn neue Schallschutzwände entlang der Strecke.

Zweites Gleis soll Halbstundentakt ermöglichen

Zwischen Lübbenau und Cottbus liegt derzeit noch ein eingleisiger Abschnitt. Dieser Engpass begrenzt den Fahrplan und kann Verspätungen auf entgegenkommende Züge übertragen. Nach Abschluss des Ausbaus sollen RE2 und RE20 jeweils stündlich zwischen Berlin und Cottbus fahren. Dadurch soll sich ganztägig ein ungefährer Halbstundentakt ergeben. Außerdem soll Cottbus künftig regelmäßig und ohne Umstieg direkt mit dem Flughafen BER verbunden sein. Die Bahn begann bereits im Frühjahr 2025 mit vorbereitenden Arbeiten. Nach aktuellem Stand sollen Ende 2027 die ersten Züge über das neue zweite Gleis fahren. Die Vollsperrung zwischen Lübbenau und Cottbus beginnt am 13. Dezember 2026 und endet nach aktueller Planung am 11. Dezember 2027.

Weitere Info’s und Übersichten erhaltet ihr unter folgenden Links:
Bauprojekt Lübbenau – Cottbus

13. Dezember 2026 bis 11. Dezember 2027: Bahnstrecke Lübbenau – Cottbus gesperrt | VBB

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Autor: Redaktion

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