Der Landkreis Spree-Neiße will Jugendliche deutlich früher an berufliche Möglichkeiten heranführen. Die Steuerungsgruppe „Fachkräftesicherung und Bildung im Strukturwandel“ sieht eine kontinuierliche Berufsorientierung schon in Grund- und weiterführenden Schulen als wichtigen Schlüssel gegen den Fachkräftemangel.
Vertreter aus Bildung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt haben Anfang Oktober im Oberstufenzentrum II darüber beraten, wie junge Menschen besser den Weg von der Schule in Ausbildung und Beschäftigung finden.
Berufsorientierung soll früher beginnen
Ausgangspunkt der Diskussion waren die Berufsfachschulklassen Grundbildung. Diese Angebote unterstützen Jugendliche, die einen Schulabschluss nachholen oder eine berufliche Perspektive entwickeln wollen. Die Steuerungsgruppe sieht viele Probleme allerdings schon deutlich früher im Bildungsweg. Deshalb soll Berufsorientierung nicht erst kurz vor dem Schulabschluss beginnen.
Nach Ansicht der Beteiligten sollten Schülerinnen und Schüler bereits in der Grundschule und später in den weiterführenden Schulen verschiedene Berufe und berufliche Möglichkeiten kennenlernen. Sandra Kattwinkel, Werkleiterin des Jobcenters Spree-Neiße, setzt dabei auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, Eltern, Betrieben, Berufsberatung und Arbeitsmarktakteuren.
Mehr Zusammenarbeit beim Übergang in Ausbildung
Auch Schulen, Ausbildungsbetriebe, Jugendhilfe, Berufsberatung und Politik sollen enger zusammenarbeiten. Das Ziel: Jugendliche sollen leichter eine passende Ausbildung oder Beschäftigung finden. Gleichzeitig will der Landkreis damit langfristig Fachkräfte für Unternehmen und Einrichtungen in der Region sichern. Eine praktische Möglichkeit zur Orientierung bietet die Ausbildungs- und Studienmesse „MACH ZUKUNFT! – Deine Messe. Dein Beruf.“
Sie findet am 14. November von 10 bis 14 Uhr in der Agentur für Arbeit Cottbus statt. Jugendliche, Eltern und weitere Interessierte können dort direkt mit regionalen Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen sprechen.
Arbeitslosigkeit in Spree-Neiße leicht gesunken
Im Oktober 2026 liegt die Arbeitslosenquote im Landkreis Spree-Neiße bei 6,1 Prozent. Insgesamt sind 3.423 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Oktober 2025 waren es noch 3.541 Personen bei einer Quote von 6,2 Prozent. Im Bereich des SGB III sind aktuell 1.083 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 13 mehr als ein Jahr zuvor.
Beim Jobcenter Spree-Neiße im Bereich SGB II sank die Zahl dagegen auf 2.340 Arbeitslose. Das sind 131 weniger als im Oktober 2025.
Mehr junge Menschen arbeitslos gemeldet
Bei den 15- bis 25-Jährigen zeigt sich dagegen eine andere Entwicklung. Aktuell sind beim Jobcenter Spree-Neiße 168 junge Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 34 mehr als im Oktober 2025. Die anteilige SGB-II-Arbeitslosenquote dieser Altersgruppe liegt bei 3,8 Prozent. Gerade vor diesem Hintergrund sieht die Steuerungsgruppe frühzeitige Berufsorientierung als wichtigen Baustein, damit Jugendliche ihre Stärken früher kennenlernen und realistische berufliche Perspektiven entwickeln können.
Was heute in der Lausitz sonst noch wichtig ist, lest ihr in unserem Tages-Liveticker auf radiocottbus.de.
Hinweis: Wenn du etwas googelst, bekommst du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn du radiocottbus.de als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für dich auf. Füge radiocottbus.de hier als bevorzugte Quelle hinzu.























